Frau soll Partnerin des Deckel Maho-Mitarbeiters sein

Zweiter Coronavirus-Fall in Füssen

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Bei der infizierten Frau aus Füssen handelt es sich um die Partnerin des zuerst erkrankten Mitarbeiters von Deckel Maho in Pfronten.

Füssen/Pfronten - Das Landratsamt Ostallgäu hat am Montagmittag einen zweiten Coronavirus-Fall in Füssen bestätigt. Dabei soll es sich um die 33 Jahre alte Partnerin des erkrankten Deckel-Maho-Mitarbeiters handeln.

Nachdem am Wochenende der erste Fall einer Coronavirus-Erkrankung mitgeteilt wurde, steht nun fest, dass auch die Partnerin positiv auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet wurde.

Am Samstag hatte die 33-jährige aus Füssen erste Symptome. Der positive Befund des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurde dem Gesundheitsamt am Sonntagabend übermittelt. Die jetzt Erkrankte blieb schon als der Partner Symptome einer Erkrankung zeigte mit diesem in häuslicher Isolation.

Da das Gesundheitsamt den Partner bereits intensiv zu den gemeinsamen Kontakten in den letzten 14 Tagen befragt hatte, ergaben sich hier viele Überschneidungen. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt und getestet.

Da nach dem ersten Erkrankungsfall sehr viele Fragen besorgter Bürgerinnen und Bürger im Gesundheitsamt eingingen, wird nochmals klar gestellt: Das Gesundheitsamt ermittelt nach den fachlich vorgegebenen Definitionen (RKI) die Kontaktpersonen für die ein relevantes Infektionsrisiko besteht. Diese Personen werden getestet und bleiben bis zum Ergebnis zu Hause.

 Im Rahmen des ersten Erkrankungsfalls sind dies 15 Kontaktpersonen der Kategorie 1 die bislang ermittelt werden konnten, sowohl berufliche, als auch private Kontakte innerhalb der maßgeblichen Inkubationszeit von 14 Tagen. Andere Kontakte, wie z.B. Mitarbeiter am selben Standort, die sich z.B. im selben Raum aufgehalten haben, aber keinen über 15 Minuten dauernden Kontakt hatten, werden erfasst und angerufen. 

Für diese besteht aber kein erhöhtes Infektionsrisiko. Sollte diese Personen Symptome feststellen, sollen sie mit einem Arzt oder einer Klinik telefonisch Kontakt aufnehmen. Es gibt daher auch keinen medizinisch vertretbaren Grund, dass Angehörige oder Kinder von Mitarbeitern am Standort der DMG Mori in Pfronten, die nicht zu der kleinen Gruppe der engen Kontakte gehören, nicht zur Arbeit, Schule oder Kindergarten gehen.

Das Gesundheitsamt ruft nochmals zur Besonnenheit im Umgang mit den Erkrankungen auf. Die Behörden unternehmen alle notwendigen Schritte. Es erscheint derzeit nicht unwahrscheinlich, dass die Ansteckung bei einem gemeinsamen Spanienaufenthalt der beiden jetzt Erkrankten erfolgte.

mm

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