Kreisausschuss stellt finanzielle Unterstützung für das Füssener WEZ zurück

WEZ in der Warteschleife

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Die B17 vor dem Walderlebniszentrum (WEZ) in der Ziegelwies. Zusätzlich zu der Bedarfsampel, die scheinbar nicht genutzt wird, und einer ebenfalls nicht genutzten Unterführung, soll hier eine Verkehrsinsel entstehen, um die Besucher vom Bergwald- zum Auwaldpfad zu leiten.

Füssen/Marktoberdorf – Am Walderlebniszentrum (WEZ) in Füssen muss man einige Projekte zurückstellen: Auf Vorschlag von Kreisrat Hubert Endhardt (Grüne) hat der Ausschuss für Kreisentwicklung den Beschluss vertagt, dem WEZ eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 75.000 Euro zukommen zu lassen.

Das Walderlebniszentrum in Füssen zählt bis zu 80.000 Besucher pro Jahr, seit der Eröffnung des Baumkronenwegs hat sich diese Zahl noch einmal erhöht. Man sei an der Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt, erfuhren die Kreisräte. Deshalb habe man ein Konzept zur weiteren Entwicklung erarbeitet, das neben mehr Parkraum auch eine Querungshilfe vorsieht (der Kreisbote berichtete). 

Seitens des bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten ist man auch gewillt, das WEZ weiterhin zu fördern, rund 700.000 Euro stehen dafür bereit. Im Gegenzug allerdings müsses es auch eine lokale Beteiligung geben. Deshalb sollten nun für ausgewählte Projekte 75.000 Euro bereitgestellt werden. Allerdings hinterfragte Grünen-Kreisrat Hubert Endhardt die Notwendigkeit der vorgelegten Projekte. 

So sollte eine eigenen Linksabbiegerspur für den Parkplatz im Auwald entstehen, außerdem sollte die B17, die vor dem Zentrum vorbeiführt, umgebaut werden und eine Querungshilfe entstehen. Er habe starke Zweifel an den Kosten, monierte Endhart. DA fehle ihm die Überprüfung. 

Warum so teuer? 

Ohnehin konnte der Grünen-Kreisrat nicht nachvollziehen, wozu es einer Querungshilfe bedürfe – also einer Verkehrsinsel mit Übergangsstellen – gebe es doch vor dem Füssener Walderlebniszentrum bereits eine Ampelanlage. Die Querungshilfe sei für die wilden Straßenquerer, die also die Ampel nicht nutzten, war dazu von Seiten des WEZ zu hören. Das habe man seitens des Straßenbauamtes gefordert. 

Dass diese allerdings 100.000 Euro kosten soll, erschloss sich Endhardt nicht. Hier gebe es eine gewisse Unschärfe seitens des WEZ und forderte eine Vertagung des Beschlusses sowie eine Überprüfung. Der Vertagung stimmten die Räte mehrheitlich zu.

Oliver Sommer

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