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Ab Samstag: Tirol sperrt die Nebenstraßen

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Von: Matthias Matz

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Fernpass
Touristen dürfen ab Samstag, 31. Juli, im Bezirk Reutte nur noch den Fernpass benutzen. © panthermedia/Beate Tuerk

Innsbruck/Reutte – Tirol sperrt ab diesem Wochenende erneut Straßen im grenznahen Bezirk Reutte für den Fernverkehr. Das hat die Landesregierung mitgeteilt. Sie will damit verhindern, dass Urlauber bei Staus auf der B179-Fernpassstraß, auf kleinere Nebenstraßen ausweichen und diese verstopfen. Das Verbot gilt ab dem heutigen Samstag, 31. Juli.

Die B179- Fernpassstraße ist auch in diesem Sommer wieder eine der Hauptverkehrsrouten von Nord nach Süd und umgekehrt. Bereits an den vergangenen Wochenenden ist es Angaben der Tiroler Regierung auf der Strecke zu Verkehrsüberlastungen gekommen. Für dieses Wochenende – insbesondere das anstehende mit den Ferienstarts in Bayern und Baden-Württemberg – sei mit noch mehr Reiseverkehr und damit mit Staus und starkem Ausweichverkehr zu rechnen. Bereits vor zwei Jahren führte diese Situation zu einer erheblichen Einschränkung der Verkehrs- und Versorgungssicherheit, weshalb seitdem im Bedarfsfall derartige Abfahrverbote gesetzt werden.

Um einen flüssigen Verkehr auf den Nebenstraßen und somit auch in den Gemeinden zu gewährleisten, verhängt das Land Tirol ab dem heutigten Samstag, 31. Juli, erneut Abfahrverbote im Raum Reutte. Diese sollen bis Sonntag, 12. September, gelten. Betroffen sind alle Fahrzeuge, die sich auf der Durchreise befinden. Das Verbot gilt jeweils von Samstag 7 Uhr bis Sonntag 19 Uhr in beide Fahrtrichtungen. Konkret betrifft dies die Abfahrten auf der Fernpassroute im Bereich Reutte-Nord und Vils. Der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr bleibt ausgenommen.

„Im Raum Reutte erwies sich die Verkehrssituation an den vergangenen Wochenenden als heikel”, so Landeshauptmann Günther Platter und seine Stellvertreterin Ingrid Felipe. In enger Abstimmung mit der Exekutive und der Abteilung Verkehrs- und Seilbahnrecht des Landes sollen alle Entwicklungen auf Tirols Straßen laufend im Detail beobachtet werden. „Vor zwei Jahren war die Situation nicht mehr hinnehmbar. Einsatzkräfte hatten massive Probleme, an den Einsatzort zu gelangen und die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen”, sagte Platter. „Wenn es um die Sicherheit und die Gesundheit der Bevölkerung und unserer Gäste geht, scheuen wir uns nicht, strikte Maßnahmen zu ergreifen – und zwar dann, wenn sie notwendig sind“, betonte der Landeshauptmann.

Nur Reutte betroffen

Vorerst bleiben die Verbote auf den Bezirk Reutte beschränkt, für andere Bezirke sehe man derzeit keinen Handlungsbedarf. Maßnahmen wie das Abfahrtverbot sollen nur dann verhängt werden, wenn dies der Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den betroffenen Regionen nütze. Daher sollen auch an den anderen Hotspots weiterhin wöchentliche Evaluierungen stattfinden, kündigte die Tiroler Regierung an.

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