Metzger kritisiert Stadtverwaltung

"Sie setzen Beschlüsse nicht um"

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Hier auf der Sperrfläche in der Von-Freyberg-/Luitpoldstraße sollte ein Piktogramm Radlern das sichere Abbiegen in die Luitpoldstraße ermöglichen. So hatte es der Verkehrsausschuss beschlossen. Doch das stellte sich als zu gefährlich heraus.

Füssen – Neue Piktogramme, Hinweisschilder und erneuerte Markierungen: Die Stadtverwaltung hat zahlreiche Anregungen des Arbeitskreis (AK) Radverkehr um-gesetzt, wie Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung jetzt mitgeteilt hat.

Doch etwas fehlte Dr. Martin Metzger (BFF): Eine Querungshilfe für Radler an der schraffierten Fläche in der Luitpoldstraße. Doch damit nicht genug: Eigentlich sollte sich die Stadtverwaltung mit der Polizei und dem Arbeitskreis Radverkehr zusammensetzen und sich Maßnahmen für einen sicheren Radweg ins Schulzentrum überlegen. So hatte es der Verkehrsausschuss in seiner Maisitzung beschlossen. 

Das Ergebnis und ein Kostenschätzung sollte anschließend im Verkehrsausschuss vorgelegt werden. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses war davon aber nicht die Rede. „Der Beschluss (für den sicheren Schulradweg – Anmerk. d. Rd.) war für heute vorzubereiten. Ich wundere mich, wie sich Beschlüsse in Luft auflösen“, platze Metzger deshalb der Kragen. Es sei Aufgabe der Stadtverwaltung hierfür zu einer Besprechung einzuladen. Und auch von einem Piktogramm, das es Radfahrern erleichtert von der abknickenden Vorfahrtsstraße Von-Freyberg-/Luitpoldstraße in die Luitpoldstraße abzubiegen, sei noch nichts zu sehen. 

Den Antrag dafür hatten die Räte aber bereits in ihrer Dezembersitzung verabschiedet. „Sie setzen die Beschlüsse einfach nicht um. Ich weiß nicht warum“, griff Metzger deshalb Schweinberg an. 

Der wollte das nicht auf sich sitzen lassen: Der Bauhof hat das Piktogramm auf die Straße gepinselt, später allerdings wieder übermalt – die Stelle sei einfach zu gefährlich für eine Querungshilfe, meinte Manfred Schweinberg. 

Davon ließ sich Metzger allerdings nicht besänftigen. Es sei die Pflicht der Verkehrsbehörde gewesen, das den Stadträten sofort mitzuteilen. „Sie machen ihre Pflicht nicht“, meinte der Stadtrat. „Wir hätten sie schneller informieren müssen“, gab daraufhin Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zu und kündigte eine schriftliche Stellungnahme zu der Entscheidung an. 

Die reichte Schweinberg einen Tag später nach. Darin heißt es, dass „mehrere Anrufe, Hinweise und Beobachtungen von Beinaheunfälle und Gefahrenpunkt“ die Verkehrsbehörde dazu veranlasst haben „die Markierung wieder zu beseitigen, da gefährliche Verkehrssituationen einen sofortigen Eingriff erfordern.“ Denn für die Autofahrer, die stadteinwärts unterwegs sind, sei die Wartefläche für Radfahrer mitten in der abknickenden Vorfahrtsstraße nur schwer zu erkennen. 

Außerdem achten sie mehr auf den Verkehr, der von rechts aus der Luitpoldstraße kommt und einfädelt. Wenn es dann zu einem Unfall kommt, müsse sich die „anordnende Verkehrsbehörde“ vor Gericht rechtfertigen. „Sämtliche zur dieser Situation befragte neutrale Verkehrs-experten rieten von einer solchen Kennzeichnung ab“, so Schweinberg. 

Stattdessen empfahl er die Route über die Bahnhofstraße und Von-Freyberg-Park zu nutzen. Das sei eine „sichere Alternative“ für Radler. Die dürfen in den kommenden Monaten aber sowieso nicht die südliche Luitpoldstraße entgegen der Einbahnregelung befahren, da die Straße durch die Bauarbeiten im Bauloch in der Hinteren Gasse verengt wurde.

Katharina Knoll

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