Grünes Licht für Neubau

Abgebrannter Bauernhof in Hopfen soll wieder aufgebaut werden

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Banner an der Brandstelle weisen auf das Unglück Anfang des Jahres hin. Nun soll der Hof so schnell wie möglich wieder aufgebaut werden.

Füssen – Rund ein halbes Jahr nach dem Großbrand auf einem Bauernhof in Hopfen wird hinter den Kulissen bereits mit Hochdruck an einem Wiederaufbau gearbeitet. Eine weitere Hürde nahm das Vorhaben jetzt in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses.

Einstimmig erteilte das Gremium mehreren Bauvoranfragen und Bauanträgen der Eigentümer das kommunale Einvernehmen.

Als Anfang des Jahres ein Großbrand große Teile eines Bauernhofes in Hopfen zerstörte, standen die Bewohner über Nacht quasi vor dem Nichts. Ein halbes Jahr später ist die Situation eine andere: So schnell wie möglich soll mit dem Neubau des Hofs begonnen werden. „Es geht um die baldige Neuerrichtung“, beschrieb Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) die Situation. So sei das alte Anwesen bereits abgerissen. Ohnehin stehe der Bauwerber etwas unter Zeitdruck, da die Versicherung auf eine bald mögliche Abwicklung dränge. Vor diesem Hintergrund brauche die Familie jetzt Planungssicherheit.

Deutliche Signale

Hinter den Kulissen hat es deshalb bereits mehrere Besprechungen mit dem Landratsamt gegeben, um die Rahmenbedingungen für den Ersatzbaus abzustimmen. Die Kreisbehörde hat demnach bereits signalisiert, dass der Neubau grundsätzlich als privilegiert und genehmigungsfähig eingestuft werden kann, berichtete Bauamtsleiter Armin Angeringer.

Vor diesem Hintergrund taten sich auch die Ausschussmitglieder leicht, den verschiedenen Bauvoranfragen und Bauanträgen zuzustimmen. So erteilte das Gremium einer Voranfrage auf Bau eines Milchviehstalls sowie eines Wohnhauses für den Betriebsleiter ebenso das kommunale Einvernehmen wie der geplanten Umnutzung der bisher landwirtschaftlich genutzten Maschinenhalle in eine gewerblich genutzte Maschinen- bzw. Lagerhalle. Eine Wohnung für den Betriebsinhaber darf ebenfalls eingerichtet werden. Der Inhaber soll auch den Campingbetrieb übernehmen, hieß es in der Sitzung.

Einverstanden zeigten sich die Stadträte auch mit dem geplanten Neubau der Hofstelle und gaben grünes Licht für den vorliegenden Bauantrag. In dem neuen Hofgebäude sind laut Bauamtsleiter Angeringer auch Ferienapartments für „Wohnen auf dem Bauernhof“ geplant. Dazu kommen elf Parkplätze.

Unter Panzer-Beschuss

Wie der Hopfener Stadtrat Anreas Eggensberger (CSU) zu berichten wusste, planen die Eigentümer offenbar, sich bei der Außengestaltung des neuen Hofgebäudes an dem historischen Vorbild zu orientieren. Denn bereits Ende April 1945 in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs war der Hof schon einmal niedergebrannt. Seinerzeit hatten aus Richtung Hopferau kommende US-amerikanische Panzer auf das Gehöft gefeuert, da sich dort wohl deutsche Soldaten versteckten.

Matthias Matz

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