Schloss Neuschwanstein und die japanische Burg Himeji wollen kooperieren

Eine "einmalige Partnerschaft"

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Die Burg Himeji (links) ist ein Symbol für Japan, Schloss Neuschwanstein steht weltweit für Deutschland, so der Stellvertretende Generalkonsul Shinsuke Toda. Jetzt verbindet beide Anlagen ein Freundschaftsvertrag.

Hohenschwangau – Sie sind beide strahlend weiß, haben einen Vogel als Wappentier und ziehen jährlich tausende Besucher an: Die japanische Burg Himeji und Schloss Neuschwanstein haben mehr als eine Gemeinsamkeit. Und seit Mittwoch ist noch eine hinzugekommen.

Denn nun verbindet sie offiziell ein Freundschaftsvertrag, „eine weltweit einmalige Partnerschaft zwischen zwei Schlössern“, erklärte Finanzstaats-sekretär Johannes Hintersberger bei der Vertragsunterzeichnung im Sängersaal des Märchenschlosses. 

Weiß war auch die vorherrschende Farbe bei der Vertragsunterzeichnung: Denn vor lauter Nebel bekam die japanische Delegation mit dem Stellvertretenden Generalkonsul, Shinsuke Toda, und Bürgermeister von Himeji, Toshikatsu Iwami, kaum etwas von Schloss Neuschwanstein zu sehen. 

Doch dem gewann Hintersberger auch etwas Positives ab. „Das Mystische, das Neuschwanstein heute umgibt, hat einen besonderen Charakter und verleiht der Unterzeichnung eine besondere Gewichtung“. Hier unterschrieben Hintersberger und Iwami ein Abkommen, das Leitlinien für eine künftige Kooperation zwischen beiden Anlagen enthält. Kernthemen sind dabei der nachhaltige Tourismus, die gemeinsame Bewerbung und der kulturelle Austausch. 

Details erarbeiten

 „Es ist eine große Herausforderung sowohl für das Schloss Neuschwanstein als auch die Burg Himeji, Touristen aus aller Welt willkommen zu heißen und gleichzeitig diese herausragenden Kulturstätten für künftige Generationen zu bewahren“, so der Finanzstaatssekretär. Darüber hinaus soll die Freundschaft zwischen Japan und Deutschland intensiviert und lebendig gehalten werden. So sei es wichtig den Kindern beider Nationen „das Verständnis füreinander weiterzugeben“. 

Nachdem das Fundament für die Zusammen-arbeit gelegt wurde, sollen jetzt Vertreter beider Seiten konkrete Maßnahmen erarbeiten, die dann in ein Kooperationsabkommen einfließen. Das soll zur Wiedereröffnung der restaurierten Burg Himeji im März 2015 unterzeichnet werden. Dazu lud Bürgermeister Toshikatsu Iwami schon jetzt alle Versammelten ein. Zunächst schaute sich die japanische Delegation aber das Märchenschloss bei einer Führung an. 

Das kam nicht nur bei den Delegierten gut an. Denn laut einer Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) belegt Schloss Neuschwanstein den ersten Platz unter den Deutschen Sehenswürdigkeiten. Das zeigt jetzt auch ein entsprechendes Schild am Torbau des Schlosses, das Hintersberger vor der Vertragsunterzeichnung dort angebracht hatte. Laut DZT ist das Schloss vor allem bei Gästen aus Japan sehr beliebt.

kk

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