Auszeichnung für Schlosspark-Radroute

Fünf statt vier Sterne

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Thomas Froitzheim, ADFC-Fachausschuss (links) überreicht im Tagungslokal „Ruchti“ dem Füssener Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier eine Info-Broschüre.

Füssen – Nicht mit vier sondern gleich mit fünf Sterne haben jetzt die Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) die Schlosspark-Radroute im Ostallgäu ausgezeichnet. 40 Experten hatten zuvor die Strecke erkundet, wobei sie zu diesem positiven Ergebnis kamen. 

Diese Radrunde, die am Wochenende die Bestnote erhalten hat, umfasst das gesamte Ostallgäu und erstreckt sich in Teilen darüber hinaus. „Vier Sterne hatten wir erwartet. Es freut uns, dass es einer mehr geworden ist“, kommentierte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) die Zertifizierung. „Zwei Jahre Vorarbeiten haben sich gelohnt“, unterstrich Robert Frei und lobte die Gemeinden für ihren Einsatz. Wie Frei, Geschäftsführer des Ostallgäuer Tourismusverbands, war Stefan Fredlmeier einer der ersten Gäste, die im Hotel „Ruchti“ in Bad Faulenbach vom ADFC von der Bewertung der Schlosspark-Runde erfahren hatten. 

Der ADFC vergab diese Bestnote bislang nur ein einziges Mal: Gewinnerin ist das „liebliche Taubertal“, ihm folgt die Schlossparkrunde von gleicher herausragender Qualität. Nach ADFC-Angaben wurden insgesamt 52 Strecken bisher bewertet. Bei einer internen jährlichen Tagung des Fachausschusses „Fahrradtourismus“ war das Streckennetz im Ostallgäu unter die Lupe genommen worden. „Die fünf Sterne sind als Verpflichtung anzusehen, dieses Niveau zu halten“, betonte nicht nur Frei. 

Potential nach oben 

Zudem gebe es noch Entwicklungspotenzial. In den Bereichen Abstellanlagen, Marketing und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr liegt das Zertifizierungsergebnis unterm Top-Niveau. Frei kündigte im Namen des regionalen Tourismusverbands moderne Marketingmaßnahmen an. „Auch im Internet werden wir noch besser über die Radrunde informieren“, sagte er auf Nachfrage des Kreisboten. Die erkennbaren Defizite bei der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr „sind vom Tourismus allein praktisch nicht veränderbar“, betonten die Experten. „Diese Anbindung spielt bei der Zertifizierung auch eine untergeordnete Rolle“, erläuterte Karin Proell, Leiterin des Fachausschusses. Stellvertreter Thomas Froitzheim zeigte sich angetan von den befahrenen Themenrunden, darunter die Kneipp-Runde. 

Die Region lädt zu einem Radwegnetz ein, das sich auf insgesamt 1302 Kilometer erstreckt – und sehr gut ausgeschildert ist. Nach weiteren ADFC-Angaben gibt es hier jetzt 63 Bett- und Bike-Betriebe. 20 befinden sich in Füssen, 14 in Pfronten. Weil unterwegs auch etwas schief laufen kann, bieten 36 Werkstätten ihren Service an. 

Die Tagung in Füssen war übrigens ein Jubiläum: zum 50. Mal traf sich die Expertenrunde, die jetzt im Ostallgäu an Schlössern und Burgen vorbei geradelt ist. cf

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