"Ältere Autofahrer sind besser als ihr Ruf"

„Wir waren mit unserer kleinen Verkehrswacht im letzten Jahr doch wieder sehr aktiv und haben uns, wo es nur ging, an Aktionen beteiligt“. So fasste Vorsitzender Klaus Matzkat bei der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht Ostallgäu Süd im Haus Hopfensee die Arbeit des vergangenen Jahres zusammen. „An dieser Stelle geht mein besonderer Dank an alle aktiven Helfer, die in den verschiedenen Projekten tätig waren, diese unterstützt und wie immer uneigennützig in ihrer Freizeit mitgeholfen haben", fuhr er fort.

In seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht erwähnte der Vorsitzende zunächst 6 Plakataktionen an der B 309 und an der B 16. Für die Jugendverkehrsschule in Füssen seien neue Räder über die Deutsche Verkehrswacht angeschafft worden. Neben der Stadt Füssen und den beteiligten Gemeinden, sowie Sponsoren wie die Fahrschulen Porsche und Unger habe sich auch die örtliche Verkehrswacht an der Beschaffung der Fahrräder beteiligt, so Matzkat. In der Zwischenzeit betreue man mit Füssen, Seeg, Eisenberg, Pfronten und Nesselwang 5 stationäre Jugendverkehrsschulen. Ein 6. stationärer Übungsplatz in Lechbruck sei in Planung. Besonders gewürdigt wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung die Erfolge des Roßhaupteners Matthias Rehm beim letztjährigen Schülerlotsenwettbewerb, neue Schulweghelfer in Eisenberg, Warndreiecke zu Schulbeginn mit Sponsor Sparkasse sowie die Aktion mit der Polizei Füssen - "Fahr Rad - aber sicher". "Sicher unterwegs – ältere Menschen als Verkehrsteilnehmer" und Richtervorträge zum Thema "Drogen und Alkohol im Straßenverkehr" rundeten das Tätigkeitsspektrum ab. Mit einem "herzlichen Vergelt's Gott" für alle Helfer und Sponsoren schloss Matzkat seinen Bericht. Die Auszeichnung langjähriger unfallfreier Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer nahm stellvertretend für den Leiter der Polizeiinspektion Füssen der 2. Verkehrswachtvorsitzende Rainer Lutz vor. "Ältere Autofahrer sind besser als ihr Ruf", zitierte er eine Pressemeldung und belegte das gleich mit Zahlen. Das Fünftel der deutschen Bevölkerung über 65 verursache nur ca. 10 % aller Unfälle. Ältere Autofahrer kompensierten ihr Alter mit größerer Vorsicht und führen langsamer, was leider bei jüngeren Fahrern vielfach auf Unverständnis stoße, verursachten doch beispielsweise über 75-Jährige nur einen Bruchteil der schweren Verkehrsunfälle der 18 - 24- Jährigen. Diese hätten im vergangenen Jahr mit 78.000 schweren Verkehrsunfällen für unrühmliche Rekorde gesorgt. "Wer sich 40 oder 50 Jahre unfallfrei im heutigen Verkehrsdschungel bewegt, steht zurecht hier, um sich auszeichnen zu lassen. Machen Sie weiter so, bleiben Sie aktiv und selbstkritisch und vor allem: Seien Sie weiterhin ein Vorbild", schloss Lutz seine Laudatio. dm

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