Mittelschule verabschiedet ihre Abgänger

Brücke ins Leben

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Miriam Rosenthal-English (v.r.) aus dem Elternbeirat, Schulleiter Elmar Schmitt, Klassenbeste Katharina Babel, bester Abschlussschüler Hamid Shahrzad und der zweibeste Abgänger Elias Dischler bei der Zeugnisübergabe.

Füssen – Als herausragend bezeichnete Schulleiter Elmar Schmitt am Donnerstag das Zeugnis von Hamid Shahrzad.

Der jugendliche Asylbewerber aus Afghanistan lernte innerhalb kürzester Zeit die deutsche Sprache und ist mit seinem Notenschnitt von 1,6 der beste Absolvent der Mittelschule. Diese wurden vergangenen Donnerstag ins Berufsleben verabschiedet. 

Gut sind auch die Abschlüsse von Katharina Babel (2,2) und Elias Dischler (1,8), der zudem als Solist auf der Posaune live bewies, dass an der Mittelschule auch weiterhin musikalische Talente reifen.

 „Schülerin des Jahres 2017“ ist Jana Stempelmann. Die Mittelschule würdigt mit dieser Auszeichnung vor allem vorbildliches soziales Engagement über den Unterricht hinaus. Der „Rausschmeißer“ mit dem geänderten Titel „Über viele Brücken musst du gehen“ wurde von den „Abschlussschülern“ in der Turnhalle nach den Reden und der Zeugnisübergabe gemeinsam gesungen. 

Die Brücke von Programmpunkt zu Programmpunkt in der voll besetzten Halle wurde von den Schülerinnen Ines Kleinert und Vanessa Eierstock gestaltet, die ihr Talent als Moderatorinnen bewiesen und dafür viel Applaus bekamen.

Nach Angaben von Schulleiter Elmar Schmitt wurde von 22 Jugendlichen des Jahrgangs am Ende des zehnten Schuljahrs der Mittlere Abschluss – vergleichbar dem Realschulabschluss – erreicht. Hinzu kommt: Insgesamt 53 Schülerinnen und Schüler können nach Abschluss der beiden neunten Klassen jetzt das Zeugnis für den Mittelschulabschluss vorweisen. 

Davon heben sich 23 Jugendliche ab: Sie haben den Qualifizierenden Abschluss erreicht. Handwerksbetriebe, die Hotellerie in der Region und auch Unternehmen aus der Technikbranche stellten einmal mehr Ausbildungsplätze für die jungen Leute zur Verfügung. Wer von ihnen künftig was macht, wurde jeweils direkt unter den Portraitfotos auf der Leinwand festgehalten. Die Ausbildungsbetriebe dürfen sich freuen, denn die gezeigten schulischen Leistungen sind durch die Bank gut. 

Sympathie bei den jugendlichen und erwachsenen Teilnehmern erntete Herbert Dopfer (Füssen Land), der als neuer Dritter Bürgemeister in seiner Ansprache den Ton fand, der auf Belehrungen verzichtete und die Abschlussschüler zum Aufbruch in Richtung Erwachsenenleben motivierte. „Ich wünsche euch nun für die Zukunft immer stabile Brücken mit festen Fundamenten, die eurem Leben stets sicheren Halt geben“, schloss Schulleiter Schmitt seine Überlegungen zur Phase zwischen Schulabschluss und dem „Ernst des Lebens“.

cf

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