Mehr Zeit zur Orientierung

Agentur für Arbeit weitet Berufsberatung aus

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Die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen weitet zum neuen Schuljahr ihre Berufsberatung aus.

Füssen/Landkreis – Bald starten Bayerns Schülerinnen und Schüler in eine neues Schuljahr. Pünktlich zum Schulstart dehnt die Agentur für Arbeit ihre Berufsberatung erheblich aus, wie sie erklärt. Demnach beraten künftig die Expertinnen und Experten der Berufsberatung vorrangig an den Schulen selbst.

„Wir sind ab sofort stärker dort, wo junge Menschen ohnehin unterwegs sind. Schülerinnen und Schüler haben also künftig kurze Wege und müssen nicht mehr für jeden Termin in die Arbeitsagentur fahren” sagte Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Die einzelnen Präsenzzeiten werden direkt an den Schulen bekannt gegeben, so Holas. 

Zugleich sei die Agentur für Arbeit ein Jahr früher an Schulen präsent. So startet die Berufsorientierung bei einem geplanten Schulabgang nach der zehnten Klasse bereits in der achten Klassenstufe. An Gymnasien sind die Berufsberater ab der neunten Klasse unterwegs. „Wir wollen junge Menschen noch intensiver unterstützen und setzen deswegen früher an. Das schafft Zeit, um sich mit den Wunschberufen näher zu befassen und dann den richtigen Weg zu gehen”, fügte Holas hinzu. „Auch Eltern sollen noch stärker in die Beratung einbezogen werden.“ 

Neues Onlineangebot 

Neben der persönlichen Beratung hat die Agentur für Arbeit auch ihr Online-Angebot ausgeweitet. Mit einemSelbsterkundungstool erfahren junge Menschen konkret und individuell, welche Berufe zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passen – auch, ob eine duale Ausbildung oder ein Studienfach besser geeignet ist. 

 Angesichts von mehr als 330 verschiedenen dualen Ausbildungsberufen und mehr als 6000 gemeldeten Ausbildungsstellen im Allgäu wird die individuelle Unterstützung bei der beruflichen Orientierung immer wichtiger, ist die Behörde überzeugt. Die Berufsberater helfen bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf oder des richtigen Studienfachs weiter und informieren über mögliche berufliche Alternativen. 

2000 freie Ausbildungsplätze 

Dass Beratungsbedarf da ist, zeigt ein Blick auf den aktuellen Ausbildungsmarkt im Allgäu: Bis zum August hatten Betriebe für mehr als 2000 Ausbildungsplätze noch keine Nachwuchskraft gefunden bzw. der Arbeitsagentur keine Einstellungszusage mitgeteilt. Gleichzeitig hatten sich 685 junge Menschen noch nicht bei den Berufsberatern abgemeldet, weil sie bisher keine ihren Wünschen entsprechende Ausbildungsstelle gefunden hatten.

kb/Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

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