Aktionsbündnis und Stadt verteilen Taschenaschenbecher an Raucher

Aktionsbündnis und Stadt Füssen sagen Kippenstummeln den Kampf an

Aktionsgruppe Füssen
+
Ab jetzt bei der Stadt sowie Füssen Tourismus und Marketing kostenlos erhältlich: Spezielle Taschenaschenbecher, die Jutta Ehlermann (v. l.), Jan Mücke, Maximilian Eichstetter und Nicole Eikmeier ebenso vorstellen wie Victor Fischer (links) einen speziellen Müllsauger.
  • VonAlexander Berndt
    schließen

Füssen – Zuerst haben sie einen Antrag „Aktion saubere Stadt“ gestellt und darüber hinaus den Arbeitskreis „Zigarettenkippen frei“ ins Leben gerufen. Dieser bezog sich ursprünglich auf die Beseitigung von im öffentlichen Raum und der Natur weggeworfenen Glimmstengelstummel. Jetzt freuen sich Jutta Ehlermann, Nicole Eikmeier und Anna Venzl aber, dass Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) gleich die gesamte Stadt ins Visier genommen und mit den Initiatorinnen der „Aktion saubere Stadt“ zusammen den Einsatz von Taschenaschenbechern gestartet hat. 

Diese hat der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse, BVTE, der Stadt Füssen in einer Stückzahl von 5000 kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit soll den herum liegenden Kippenstumeln der Kampf angesagt werden. Denn sie sind in ähnlichem Maße vom sogenannten Littering (vom englischen litter = Abfall) betroffen, wie etwa Kaugummis, Kronkorken und Plastikmüll.

Diese sehen nicht nur „unschön“ aus, sondern bergen auch „erhebliche Gefahren für die Umwelt“, wie die drei Damen in einem Strategiepapier zu ihrer Initiative schreiben. Insbesondere Zigarettenkippen würden in Füssen unter anderem aber die Altstadt, die Uferpromenade in Hopfen sowie viele umliegende Wanderwege verschandeln. Deshalb wollen Ehlermann und ihre Mitstreiterinnen ihnen den Garaus machen, da auch der städtische Bauhof mit der Reinigung überfordert sei.

Bei der Suche nach einer nachhaltigen Lösung für das Problem mit dem Kippenmüll ist Ehlermann klargeworden, dass man dazu „die Menschen im Kopf erreichen“ und sensibiliesieren müsse, wie sie sagte. Ihrer Meinung nach gelinge das am besten mit innovativen Ideen. Neben regelmäßigen Kontrollen und Bußgeldern sowie häufigerer Reinigung von stark frequentierten Plätzen haben die drei CSU-Frauen daher auch den Einsatz von Taschenaschenbechern ins Spiel gebracht.

Auf die war Ehlermann im Rahmen ihrer Recherchen nach Problemlösungen gestoßen. Daraufhin wandte sie sich an den BVTE und dessen Hauptgeschäftsführer Jan Mücke. Dieser sicherte zu, der Stadt Füssen 5000 Taschenaschenbecher zur Verteilung an Raucher zu schenken.

Während das der erste Schritt auf dem Weg ist, die Lechstadt sauberer zu machen, überlegt man sich im Rathaus, zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise auch spezielle Müllsauger anzuschaffen. Diese sollen allerdings zuvor im Rahmen eines Aktionstages getestet werden, wie Eichstetter am Rande eines Pressetermins erklärte. Den nutzte Victor Fischer von der Firma „Sauber.io“, ein Modell davon vorzustellen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Explodierende Schulden: Stadt Füssen muss Sparprogramm auflegen
Füssen
Explodierende Schulden: Stadt Füssen muss Sparprogramm auflegen
Explodierende Schulden: Stadt Füssen muss Sparprogramm auflegen
Raus aus dem Ostallgäu!
Füssen
Raus aus dem Ostallgäu!
Raus aus dem Ostallgäu!
»Du bist die Seele des Vereins«
Füssen
»Du bist die Seele des Vereins«
»Du bist die Seele des Vereins«
Mobilfunk in Füssen: »Ein schwieriges und sensibles Thema«
Füssen
Mobilfunk in Füssen: »Ein schwieriges und sensibles Thema«
Mobilfunk in Füssen: »Ein schwieriges und sensibles Thema«

Kommentare