Wählergruppierung diskutiert mit den Bürgern

Gemeinde Pfronten soll Bauland kaufen

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Die Wählergruppierung „Aktiv für Pfronten“ stellt ihre Ideen und Ziele vor.

Pfronten – „Triff Aktiv für Pfronten“ lautet die Veranstaltungsreihe, mit der die Kandidaten der Wählergruppierung ihre Ideen und Zielen vorstellen. Nach dem Auftakt in Röfleuten fand jetzt beim „Oberen Wirt“ die erste gemeinsame Veranstaltung mit Bürgermeisterin Michaela Waldmann statt.

Städtebau und Ortsentwicklung lautete hier der Schwerpunkt. In der Diskussion ging es allerdings zusätzlich um weitere Themen, die Besucher und Kandidaten gleichermaßen unter den Nägeln brannten. Die erste Frage nach dem geplanten Busbahnhof in Ried betraf schließlich tatsächlich die Ortsentwicklung in Ried. Vier Varianten sind hierzu geprüft worden, erläuterte Bürgermeisterin Waldmann. 

Der Gemeinderat habe sich schließlich mehrheitlich für den Vorschlag entschieden, der den Begegnungsverkehr in der Ladehofstraße weiter ungestört fließen lässt. Auf den benachbarten Parkplätzen soll ein Busbahnhof entstehen, auf dem vier Busse gleichzeitig halten können, so Waldmann. Nächster konkreter Schritt sei nun die notwendige Festschreibung des Projektes im Haushalt, erläuterte Waldmann das weitere Vorgehen. 

Das sei die erste sichtbare Maßnahme des Städtebauförderungsprojektes, für den die Gemeinde Fördergelder beantragen werde, ergänzte Gemeinderat Axel Bertle. „Wir haben den Einstieg in die Städtebauförderung beantragt und können uns das auf die Fahnen schreiben“, betonte Bertle. Bei der Städtebauförderung handle es sich um einen fortlaufenden Entwicklungsprozess über Wahlperioden hinweg, der eine kontinuierliche und konzentrierte Fortentwicklung forciere, erklärte der Gemeinderat. 

Was zudem einen entscheidenden Fortschritt in der örtlichen Verkehrspolitik gebracht habe, pflichtete die Bürgermeisterin bei. „Wir sind bei Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) immer wieder über das Thema Verkehr gestolpert“, berichtete sie. Die Gemeinde werde parallel an der Entlastungsstraße arbeiten und gleichzeitig erste Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation umsetzen. Hierfür werde man wie beim Busbahnhof staatliche Fördergelder in Anspruch nehmen. 

Bei der Entlastungsstraße sollen wegen der überregionalen Bedeutung Bund, Freistaat oder Landkreis mit ins Boot, kündigte die Rathauschefin an. 

Den Weg weitergehen

Dass sie alleine in der Erhöhung der Zweitwohnungssteuer keine Lösung für angespannte Wohnsituation sehen, machten mehrere AfP-Kandidaten deutlich. Wer sich eine Immobilie wegen der Erhöhung nicht mehr leisten kann, finde immer einen anderen Zweitwohnungskäufer mit „dickerem Geldbeutel“, war sich Karl-Heinz Riehm sicher. Damit sei nichts gewonnen, weshalb das Wohnraumangebot durch verschiedene Maßnahmenpakete vergrößert werden muss, ergänzte er. 

Dafür müsse der bereits eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden, forderte er. Das bedeute weiterer Erwerb von Bauland durch die Kommune, um dieses zum einen nach dem vom Gemeinderat beschlossenen Punktesystem an Einheimische zu vergeben. So wie es im vergangenen Jahr bereits erfolgreich gelungen sei, verwies Riehm die bereits erfolgte Umsetzung. 

Außerdem müsse sich die Gemeinde im sozialen Wohnungsbau engagieren, damit Wohnraum für Menschen geschaffen wird, die sich kein Wohneigentum leisten können. Das könne die Gemeinde jedoch nicht alleine bewerkstelligen und müsse sich der Kompetenz von gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften bedienen, deren Aufgabe sozialer Wohnbau darstellt, so Riehm. 

„Ein wichtiger, konkreter Schritt ist hier der Erwerb von weiteren Flächen im Steinach, um gemeinsam mit einem Sozialen Wohnungsbauträger entsprechende Mietwohnungen zu bauen“, ergänzte Bürgermeister-Kandidatin Michaela Waldmann. Überdies werde Bauland entwickelt, das nach dem Punktesystem den Einheimischen angeboten werden kann.

kb

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