Verkehrsausschuss einigt sich auf barrierefreien Übergang am Bahnhof

"Vollkommen zufrieden!"

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In diesem Bereich soll der barrierefreie Übergang geradeaus rüber zum Freypark führen.

Füssen – Geradeaus statt schräg soll der barrierefreie Übergang vom neuen Bahnhof zum Freybergpark angelegt werden.

Darauf einigte sich jetzt der Verkehrsausschuss mit großer Mehrheit und folgte damit dem Wunsch der „IGM Füssen – Interessengemeinschaft für Menschen mit eingeschränkter Mobilität“.

Ganz ohne Diskussionen ging es aber trotzdem nicht. Denn die Stadträte Dr. Christoph Böhm (CSU) und Magnus Peresson (UBL) sprachen sich gegen die vom Bauamt vorgeschlagenen Lösung aus und stimmten dagegen. Anstatt eines geraden Übergangs von der südlichen Seite des Bahnhofs zum Freybergpark sprachen sie sich für einen schrägen Übergang in Richtung Tiefgarage des „Luitpoldpark“-Hotels aus. Diese Variante biete gleich mehrere Vorteile, argumentierte Böhm. So sei die Kurve zum einen viel übersichtlicher. „Von dort sehe ich am meisten“, betonte der Christsoziale. 

Zum anderen müssten durch die gerade Variante zwei Taxiplätze wegfallen. Günstiger sei sein Vorschlag obendrein, da bei seiner Idee kein zusätzlicher Weg in den Park gebaut werden müsse. „Ich brauche keinen Eingriff in den Freybergpark“, sagte er. Darüber hinaus sei das die Variante, die sich die IGM wünsche. Ein weiteres Argument, das Böhm anführte: Ein gerader Weg werde Auswirkungen auf die Planungen für den neuen Busbahnhof haben. „Ich sehe hier ein bisschen Konzeptlosigkeit bei Ihnen, Herr Bürgermeister“, griff er Paul Iacob (SPD) an. „Wir fahren auf lange Sicht in Zickzack-Linien.“

500 Unterschriften

Iacob hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der Übergang zunächst nur provisorisch für zwei bis drei Jahre angelegt werden soll, da anschließend der Busbahnhof umgebaut werde. Zunächst aber müsse der Bebauungsplan W43 rechtskräftig werden. Er machte außerdem deutlich, dass auch die IGM und andere Betroffene bei der Planung zu Rate gezogen worden seien. Diese hätte sich ebenfalls für den geraden Weg ausgesprochen.

Tatsächlich sprach sich auch Christine Halaby, die eine Liste mit 525 Unterschriften für einen barrierefreien Übergang mitgebracht hatte, für die Idee der Stadtverwaltung aus. „Wir sind vollkommen zufrieden mit der Lösung“, betonte sie. Behindertenbeauftragte Dagmar Rothemund (SPD) verteidigte den Vorschlag der Stadtverwaltung ebenfalls. „Ich bin zufrieden“, sagte sie. Von einem „Zickzack-Kurs“ könne dabei keine Rede sein. „Das ist ein Meinungsbildungsprozess!“ 

Dr. Martin Metzger (BfF) schlug vor, die Situation vor Ort in nächster Zeit zu beobachten. Dann könnten in zwei bis drei Jahren bei der Planung des neuen Busbahnhofes das tatsächliche Laufverhalten der Menschen berücksichtigt werden.

Matthias Matz

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