Zufriedene Lechweg-Wanderer

Die Hängebrücke bei Holzgau in Tirol: Einzige von Menschenhand gemacht Attraktion des Lechwegs, sagt Stefan Fredlmeier. Archivfoto: Sommer

Füssen – Die zweite Lechweg-Saison steht in den Startlöchern. 55 Wanderer, die den Fernwanderweg, der vom Lech am Arlberg über 125 Kilometer nach Füssen führt, vergangenes Jahr getestet haben, stellen ihm ein gutes Zeugnis aus. Dies belegte eine Umfrage von Füssen Tourismus und Marketing (FTM).

Projektentwicklerin Juliane Rohde und Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier von FTM stellten die Ergebnisse der Studie vor. Sowohl der Wegeverlauf mit Markierung zur Orientierung als auch das Angebot der Busverbindungen, sind laut FTM-Studie größtenteils mit „gut“ oder „sehr gut“ beurteilt worden. 56,8 Prozent der hier Befragten geben dem Gepäcktransport, den ein Shuttlebus leistet, die Bestnote. Die Wanderung im Großen und Ganzen gefiel 67,3 Prozent der Befragten „sehr gut“. Weitere 26,9 Prozent urteilten mit „gut“. 5,8 Prozent halten das Angebot für „zufrieden stellend“. Vergleichsweise hoch ist mit 24,5 Prozent der Anteil der Befragten, auf die „Kultur und Sehenswürdigkeiten“ lediglich einen „zufrieden stellenden“ Eindruck machten. 

Für Fredlmeier liegt die Ursache darin, dass der Lechweg - mit Ausnahme der großen Hängebrücke bei Holzgau - nicht mit von Menschhand geschaffenen zusätzlichen Attraktionen aufwarte. „Annähernd 70 Prozent gefällt das, was sie entlang des Wegs vorfinden. 87 Prozent zeigen sich von urwüchsiger Natur und der Landschaft von der Quelle bis zum Lechfall begeistert“, so Rohde von FTM. „Der Lechweg wird meist in sechs, sieben oder acht Etappen zurückgelegt. 

Interesse an der Region und ihrer Landschaft zieht die meisten Gäste an“, ergänzt Rohde. 17,5 Prozent wiederum fühlten sich laut FTM von der „interessante Philosophie des Leichtwanderns in den Alpen“ stark angezogen, unterstreicht die Auswertung der Untersuchung. „Unsere Umfrage ist nicht repräsentativ“, räumt Rohde ein. „Durch die 55 ausgefüllt vorliegenden Fragebogen gibt es jedoch die Möglichkeit, Tendenzen zu erkennen, um die Produktentwicklung auf die Wünsche unserer Gäste abzustimmen.“ 

Bei FTM sei man überzeugt, dass eine Steigerung der Auslastung bei Beherbergungsbetrieben mit dem neuen Wanderweg einhergehen werde. Darüber hinaus könnten höhere Umsätze bei Lebensmittelhändlern und Restaurants während der Saison von Juli und Oktober erwartet werden. „Wir wissen inzwischen sicher, dass sich hauptsächlich ältere Paare auf den Weg machen. Auch Einheimische sind darunter, die sich bestimmte Etappen für erholsame Tage aussuchen“, erklärte Rohde. cf

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