Nesselwang steht finanziell blendet da

Gute Entwicklung

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Finanziell steht der Markt Nesselwang derzeit blendend da. Grund dafür sind die höheren Steuereinnahmen.

Nesselwang – Der Haushalt der Marktgemeinde entwickelt sich besser als prognostiziert. Vor allem die Steuereinnahmen fallen höher aus als erwartet, berichtete Kämmerer Martin Keller im Gemeinderat.

So waren im Haushaltsansatz (HHA) bei den Gewerbesteuereinnahmen 1,8 Millionen Euro angesetzt. Das Ergebnis lag bei stolzen 1,95 Millionen Euro. Auch die Beteiligung bei der Einkommenssteuer lag mit 1,63 Millionen Euro deutlich höher als angesetzt (HHA 1,6 Millionen Euro). Aber auch die weiteren Einnahmen entwickelten sich gut. 

Hier stach besonders das Alpspitz-Bade-Center (ABC) mit einem deutlichen Plus hervor. Die gesamten Einnahmen im Verwaltungshaushalt stiegen von angesetzten 10,2 Millionen Euro auf mehr als 10,8 Millionen Euro an. Daher konnte der Kämmerer eine deutlich höhere Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt vornehmen. Angesetzt waren hier 1,071 Millionen Euro. Keller verbuchte aber mehr als 1,6 Millionen Euro. Die übrigen Ausgaben im Verwaltungshaushalt entwickelten sich größtenteils wie angesetzt.

Lediglich bei den Betriebsausgaben lagen die Ausgaben knapp über 170.000 Euro über dem Haushaltsansatz von 3,7 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt zeichnete sich ebenfalls durch eine positive Entwicklung aus. Auf der Einnahmenseite wurden die angesetzten Zahlen übertroffen, was auch der hohen Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt zuzuschreiben ist. Die Gesamteinnahmen beliefen sich hier auf 5,5 Millionen Euro (HHA 3,64 Millionen Euro).

Die Investitionen lagen 2016 weiter auf einem hohen Niveau. Knapp 2,9 Millionen Euro gab die Kommune im vergangenen Jahr hier aus – vor allem im touristischen Bereich, Straßenbau und in der Sanierung und Umbau von Gebäuden. Auch die Schulden konnte Nesselwang weiter abbauen. 

So zahlte der Markt 844.628 Euro an Krediten und Darlehen zurück und die Rücklage wurde um mehr als 1,7 Millionen Euro aufgestockt. Zum Jahresende 2016 betrug der Schuldenstand der Kommune 8,85 Millionen Euro. Damit kommen auf jeden der 3541 Einwohner noch 2500 Euro. 

Höhere Rücklagen 

Die Rücklagen stiegen auf mehr als zwei Millionen Euro. Auch die Sonderrücklage Abwasser konnte um mehr als 40.000 Euro auf nunmehr 121.532 Euro aufgestockt werden. 

Das Kommunalvermögen ist in der Zeit ebenfalls gewachsen. So stiegen die Vermögenswerte des Marktes von 37,8 Millionen Euro auf 42 Millionen Euro. „Die Zahlen sind kalkulatorische Restbuchwerte nach den Abschreibungen“, so Keller. Vor allem bei den unbebauten Grundstücken und bei den Straßen war der Zuwachs am stärksten. Das Fazit des Kämmerers fiel dementsprechend positiv aus. Die Wirtschaft im Markt entwickelt sich nach wie vor gut und hat sich auf einem stabilen Niveau gefestigt. 

Dadurch bedingt sind die Steuereinnahmen hoch. Trotz hoher und notwendiger Investitionen kann der Markt weiter Schulden abbauen und so auch die Haushaltskonsolidierung weiter vorantreiben. Es werden keine neuen Darlehen aufgenommen und durch die Rücklagen ist die Liquidität gesichert und die Finanzierung anstehender Projekte möglich.

hoe

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