Straßen und Schulen profitieren

Kreisausschuss beschließt Investitionen für die Zukunft

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Im September hatte sich Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker (links) ein Bild von den sanierten Räumen der Realschule in Füssen gemacht. Zusammen mit Schulleiter Andreas Erl (rechts) schaute sie sich unter anderem den neuen Computerraum an. 2018 soll die Generalsanierung abgeschlossen werden.

Marktoberdorf/Ostallgäu – Der Investitionshaushalt des Landkreises benötigt für das Jahr 2018 ein zusätzliches Finanzvolumen in Höhe von 5,5 Millionen Euro.

Damit liegt er um rund 0,7 Millionen Euro höher als im Jahr 2017. Der Teilbereich Kommunales Bauamt verbessert sich im Ansatz insgesamt geringfügig von 5,7 Millionen auf 5,4 Millionen Euro für den zukünftigen Bedarf. Mehrere Projekte im Tiefbau beim Ausbau von Kreisstraßen sowie die Erstellung von Geh- und Radwegen werden abgeschlossen, im Hochbau werden Sanierungen oder Neubauten insbesondere an Schulen beendet oder begonnen. 

Thomas Stöckle als Leiter des Kommunalen Bauamtes erläuterte die einzelnen Vorhaben im Tief- und Hochbau mit einem Kostenvolumen von insgesamt 10,91 Millionen Euro detailliert. Der Neubau eines Geh- und Radweges von Pfronten bis Zell mit kreiseigenen Kosten in Höhe von 610.000 Euro gehörte ebenso dazu wie beispielsweise der Bauabschnitt westlich von Engratsried bis zur B472 mit einer Million Euro oder der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Weicht mit 0,81 Millionen Euro. 

Andere große Baumaßnahmen wie die Ortsumgehung von Ruderatshofen und Apfeltrang oder ein Radweg von Unterthingau nach Kraftisried finden nur mit geringen Kostenansätzen ihre Berücksichtigung, da sie erst in einigen Jahren zur Umsetzung gelangen. Die Generalsanierung der Realschule Füssen wird 2018 ebenso abgeschlossen wie der Neubau der Landwirtschaft- und Technikerschule am Grünen Zentrum in Kaufbeuren. Beide Vorhaben schlagen mit 2,15 Millionen Euro zu Buche. 

Die Generalsanierung der Realschule in Obergünzburg startet im nächsten Jahr bei Kosten von 1,75 Millionen Euro, die sich bis zur Fertigstellung für den Landkreis aber auf 7,2 Millionen Euro aufsummieren werden. Die Generalsanierung der Turnhalle an der Realschule Buchloe dagegen wurde auf 2019 verschoben. 

Defizitausgleich sinkt 

Kämmerer Robert Pöschl stellte den Teilhaushalt Schulsachaufwand/Medienzentren mit einem Saldo von 8,2 Millionen Euro und den Teilhaushalt Finanzen, Controlling und Schulen mit 6,6 Millionen Euro vor. 

Während sich Ersterer gegenüber 2017 konstant zeigt, ist Letzterer um knapp 600.000 Euro gesunken. Allerdings wird das in Bayern bestehende Modell bezüglich Aufwendungen und Erträge für Gastschulbeträge – Nutzung von Schuleinrichtungen im jeweils benachbarten Kreis – als aufwendig und nicht praktikabel angesehen. Der Defizitausgleich beim Kommunalunternehmen (KU) Kliniken Ostallgäu/Kaufbeuren sinkt für 2018 voraussichtlich um rund 600.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro.

"Angespannte" Lage

Franz Eigner vom Rechnungsprüfungsausschuss hatte zu Beginn der Sitzung den Jahresabschluss 2016 vorgestellt, der mit einem Jahres-Überschuss von 4,2 Millionen Euro abgeschlossen werden konnte. Mit rund 600.000 Euro lag die Summe über dem ursprünglichen Plan. Nach den Worten von Eigler wurde das Vermögen zwar vermehrt, dennoch bezeichnete er die Haushaltslage als „angespannt“. Insbesondere machte er dafür die Betriebskostendefizite beim KU Kliniken und die Investitionen bei den Schulen als Urheber aus. Es gab keinerlei Beanstandungen und so erfolgte die beantragte Entlastung für Land­rätin Zinnecker durch das Gremium einstimmig. 

wb

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