"Allgäuer Dorf" zeigt erste Konturen

Blicken optimistisch auf das „Allgäuer Dorf“ (v. re.): Andreas Rist, Johann Fleschhut, Paul Iacob, Erich Geisler, Arno Steinbach und Erwin Trimmel. Foto: Schröder

Könnte man Erfolg am Optimismus messen, den die Investoren, Bürgermeister und Landrat versprühten, so ist das „Allgäuer Dorf“ ein absolutes Muss. Die Grundstücke sind bis 2012 gesichert. Wer auf der Pressekonferenz Zahlen, Konzepte, Zeitrahmen oder ähnlich Konkretes zu erfahren hoffte, sah sich in seinen Erwartungen enttäuscht.

Ungeheuer wichtig ist jedoch, dass die Politik in Form des Zweckverbandes Allgäuer Land sich einig ist und ein gemeinsames Ziel verfolgt. Unbestritten, dass in einer der meistbesuchten Ferienregionen Deutschlands ein großes touristisches Potenzial genutzt werden kann. Das Wie und Wann aber verharrte im Bereich des Unverbindlichen. Bürgermeister Paul Iacob eröffnete die Pressekonferenz mit der Nachricht, dass das Allgäuer Dorf, ursprünglich geplant für Nesselwang, jetzt nach der Sicherung der Grundstücke in Füssen realisiert wird. Mit Erich Geisler und Erwin Trimmel stellte er die Investoren aus Tirol vor, Investor Frank Fischer, bereits auf dem Rückflug nach Berlin, entschuldigte er. Ebenso mit am Tisch Architekt Arno Steinbacher von Geisler & Trimmel, der das Projekt planerisch und gestalterisch betreuen wird. Unter dem Motto „Das Dorf braucht die Region“ skizzierte Landrat Johann Fleschhut die Stärken des Allgäus vom Bodensee bis Steingaden. „Nichts wird nachgemacht, alles muss authentisch entstehen, individuell auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten“, so seine Vision. Die anwesenden Investoren verwiesen auf die Ähnlichkeiten bei Kultur, Strukturen und Bewusstsein und darauf, dass das Projekt die „Tiroler wahnsinnig interessiert“. Die Gründung der Projektgesellschaft ist jetzt erfolgt, ein Masterplan erstellt, erste Zahlungen wurden geleistet, so die Schilderung zum Stand der Dinge. Professor Lothar Zettler von LARS Consult, Memmingen, lobte die Politik, die mehr Geduld hatte als die Träger in Nesselwang. Er verriet, dass das Dorf als Haufendorf geplant, das Gelände bestens erschlossen, der Masterplan in einen Bebauungsplan münden und in der zweiten Hälfte 2012 der Baubeginn sein soll.

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