Curlingturnier in Kanada

Curlerinnen steigern sich

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Annalena Jentsch (Mitte) vom Curlingclub Füssen gibt einen Stein ab. Stella Heiß (links) vom Kölner Club und Marika Trettin (rechts) vom CC Füssen wischen, um den Stein möglichst weit und genau Richtung Haus zu bringen. Foto: Robin Trettin

Füssen – „International auf einem guten Weg“ ist das Curling-Team mit Skip Daniela Driendl, wie Bundestrainer Thomas Lips jetzt bestätigt hat. Die Curlerinnen haben in Kanada zwei Turniere gespielt. Bestes Ergebnis: Im zweiten Wettkampf in Oakville haben sie das Viertelfinale erreicht.

Wie Bundestrainer Lips sieht Clubvorsitzender Jentsch bei diesen Curlerinnen „viel Potenzial nach oben“. Grund für diese positive Einschätzung: Das Damenteam aus Füssen mit Stella Heiß vom Kölner Club hatte bei Turnieren in Kanada so gut gespielt, dass es auf der World Curling Tour erstmals das Viertelfinale erreicht hat. „Es war hier deutlich eine Leistungssteigerung zu erkennen“, so Roland Jentsch, Erster Vorsitzender des CC Füssen. 

„Wir konnten in Kanada bei ausgezeichneten Bedingungen auch trainieren. Jetzt sind wir jeden Tag in Füssen auf dem Eis“, freut sich Stella Heiß. Die 22-Jährige war 2010 im deutschen Team von Andrea Schöpp, das sich den WM-Titel geholt hatte. Sie hofft mit den Füssener Curlerinnen, dass „unsere Mannschaft weiterhin bei Turnieren stark spielt, damit uns der Bundestrainer für die deutsche Nationalmannschaft nominiert.“ In Oakville in Kanada „hatten wir beim ersten Turnier sehr gute Gegner“, berichtet Marika Trettin, die WM-erfahren ist. „Jetzt wissen wir, wo und wie wir uns verbessern müssen.“ 

In nur einem Jahr hat das Driendl-Team, zu dem auch die Mixed-WM-Teilnehmerin Pia-Lisa Schöll vom Club aus Oberstdorf gehört, großen Mannschaftsgeist entwickelt, wie bei den Turnieren zu sehen war. „Die Mannschaft hat auf und neben dem Eis hart gearbeitet. Durch diesen Trainingsfleiß erklärt sich der Erfolg”, so Clubvorsitzender Jentsch. „Jetzt wird sich unser Team auf die nächsten großen Wettbewerbe fokussieren. Das gemeinsame Ziel ist dabei, sich für die Nominierung zu empfehlen. Das ist erreichbar“, fügt Jentsch hinzu. 

Im kanadischen Oakville, wo das Team zwei Turniere spielte, besiegte es beispielsweise China mit 8:2. Deutlich knapper wurde es im zweiten Spiel gegen die Kanadierinnen, das mit einem 3:2-Erfolg für die deutschen Frauen endete. Den Kürzeren zog Skip Daniela Driendl im Spiel gegen ein anderes kanadisches Team, das gegen Deutschland ein 7:5 feierte und sich später souverän auch den Turniersieg holte. 

Bundestrainer Thomas Lips, der sich vor Ort das zweite Turnier in Kanada angeschaut hat, lobt: „Spielerisch war das sehr ordentlich von den Mädels. Noch wichtiger: sie haben Lunte gerochen und einfach viel Spaß daran gehabt, hier auf der Eisbahn zu sein.“ Er denke, dass man im nächsten Jahr „vielleicht länger nach Kanada reisen sollte. Es hat auf jeden Fall etwas gebracht, bei den Turnieren anzutreten.“cf

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