Das ist amtlich

Allgemeinverfügung: Touristische Aktivitäten im südlichen Ostallgäu vom Landratsamt untersagt

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Auf Wanderungen soll verzichtet werden. Die Rettungskräfte werden im Kampf gegen das Coronavirus an anderer Stelle gebraucht.

Füssen/Landkreis – Das Landratsamt Ostallgäu bestimmte für das Osterwochenende, dass touristische Aktivitäten im südlichen Landkreis – wie beispielsweise Wandern –  nun untersagt sind. Diese Allgemeinverfügung gilt für alle Personen, die nicht im Landkreis wohnhaft sind. Die Polizei  wird das gesamte Gebiete verstärkt kontrollieren.

Die Allgemeinverfügung gilt für alle, die außerhalb des Landkreises Ostallgäu wohnen, und kommt in folgenden Gemeindegebieten des Landkreises Ostallgäu zur Anwendung: Füssen,  Rieden am Forggensee, Halblech, Schwangau, Pfronten und Rückholz, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck am See, Nesselwang, Eisenberg, und Hopferau. 

Ausgenommen sind nur Personen mit Wohnsitz im Landkreis oder in den Gemeinden Oy-Mittelberg, Wertach, Bad Hindelang, Bernbeuren, Steingaden, Prem, Wildsteig und Bad Saulgrub.

Um die Ausbreitung und damit verbundenen Auswirkungen des Coronavirus zu verringern, entschied sich die Führungsgruppe Katastrophenschutzes zu diesem Schritt. Hintergrund ist ebenfalls die gute Wettervorhersage für die Osterfeiertage und die bereits am vergangenen Wochenende aufgetretenen Bergunfälle. Bei diesen Unfällen waren erneut verschiedene Rettungskräfte gebunden, die momentan im Kampf gegen das Coronavirus an anderer Stelle gebraucht werden.

Polizei kontrolliert Vorgaben

Mit dem Verbot soll die Möglichkeit, die Region als Wander- oder Freizeitziel zu besuchen, eingedämmt werden. In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt darauf hin, dass auch die Ostallgäuer  Bürger dringend gebeten werden, zu Hause zu bleiben. Spaziergänge sollten nur in der näheren Umgebung des Wohnortes unternommen werden. 

Die Polizei wird das Einhalten der Vorgaben kontrollieren. Die Verfügung gilt bis einschließlich Ostermontag und das Landratsamt behält sich vor, an den kommenden Wochenenden gleich zu verfahren.

Auf Wanderungen in die Berge gilt es zu verzichten. 

Um weder sein eigenes, noch das Leben der Retter in Gefahr zu bringen und um Kapazitäten der Kliniken nicht unnötig zu belasten, soll auf  Wanderungen und riskante Bergsportarten verzichtet werden, sagte Roland Ampenberger von der Pressestelle der Bergwacht Bayern. Die Bergwacht bittet alle Bürger um Vernunft und Rücksichtnahme. 

kb

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