Die Alphorngruppe Euregio Via Salina hat 2013 viel vor

Der Musikalische Leiter der Alphorngruppe Via Salia, Paul Knoll (vorne v.l.), 1. Vorsitzender Paul Hartmann, Dr .Hermann Haisch (Kassenrevisor, hinten v.l.), Harald Osterberger (Vertreter der Alphornbläserr aus dem Westallgäu) Martin Fiener (stellvertretender musikalischer Leiter und Vertreter der Alphornbläser Unterallgäu), Franz Kössler (Kassier) freuen sich auf die kommenden Veranstaltungen. Es fehlt der Vertreter der Ostallgäuer Alphornbläser, Josef Gast. Foto: privat

Stein – Die Alphorngruppe Euregio Via Salina steht vor einem ganz besonderen Jahr: Es sind nämlich genau 55 Jahre vergangen seit das Alphorn wieder im Allgäu heimisch wurde. Auf ihrer Jahreshauptversammlung besprachen die Musiker nun ihre Pläne für 2013.

Es war im Jahre 1958, als der damalige Bezirksheimatpfleger Dr. Weitnauer, der Rektor Michael Bredl und der Komponist Dr. Hermann Regner es zum ersten Mal wieder erklingen ließen, nachdem es nachweislich bereits 1568 im Allgäu gespielt wurde. Die „alphornlose“ Zeit ist deshalb nun vorbei, das Alphorn ist aus keiner Festveranstaltung im Allgäu mehr wegzudenken – und das von Mindelheim bis Oberstdorf und von Füssen bis ins Westallgäu. Aus all diesen Bezirken, dazu sogar aus dem oberbayerischen Peiting, aus Jungholz und aus dem Tannheimer Tal waren die Alphornspieler der Euregio Alhorngruppe Via Salina kürzlich zusammengekommen, um sich bei der Jahresversammlung in Stein bei Immenstadt auf das neue Jahr vorzubereiten. Im Vordergrund standen dabei neu zu erarbeitende Musikstücke, Diskussionen über repräsentative Kleidung der einzelnen Gruppen, Teilnahme an Festlichkeiten, überörtliche Zusammenarbeit oder Gestaltung von Festplätzen bei Großveranstaltungen. Das sah der 1. Vorstand Paul Hartmann als besonders wichtig an, „denn wenn circa 300 Alphornbläser sich im Halbkreis aufstellen, spielt eben sowohl das Zusammenspiel als auch die Optik eine große Rolle.“ In seinem Rückblick ging Hartmann auf die erfolgreichen Veranstaltungen 2012 ein, wie etwa das Alphornbläsertreffen in Thalkirchdorf, die Jakobikirbe mit Bischof Konrad Zdarsa, Bergmessen, die Älplerletze am Hahnenkamm bei Reutte in Tirol, die Alphornwallfahrt nach Rohrmoos und vor allem auch die Teilnahme an der Eröffnung des Ski-Weltcups an der Skiflugschanze Oberstdorf. „Es ist für unsere Alphorngruppe eine besondere Auszeichnung, vor 20.000 Zuschauern spielen zu dürfen und die Weltelite der Skispringer begrüßen zu dürfen,“ meinte der musikalische Leiter der Gruppe, Paul Knoll, während seinem mit Fotos unterlegten Berichts. Große Bedeutung maß die Versammlung dem Alphornbläsertreffen 2013 in Ellhofen bei, zu dem am 25. August wieder circa 300 Bläser aus allen Teilen des Allgäus, aber auch aus Oberbayern, Tirol und aus der Schweiz erwartet werden. Erfreut nahmen die Alphornspieler den guten Kassenbericht von Franz Kössler Rettenbach zur Kenntnis. Er berichtete außerdem über den guten Absatz der von der Gruppe erstellten Alphorn-CD. Von dessen Verkauf bereits 1350 Euro an den Allgäuer Hilfsfond gingen. „Wir wollen im nächsten Jahr durch unser Spiel wieder vielen Menschen eine Freude bereiten,“ betonte Paul Hartmann „besonders auch, wenn wir nebenbei noch notdürftigen Menschen helfen können.“ kb

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