Feierlicher Appell: Kommandeurswechsel bei den Füssener Gebirgsaufklärern

Paare folgt auf Rodde

+
Kameradschaftliche Kommandoübergabe: Oberstleutnant Kartsten Rodde (v.l.), Brigadegeneral Frank Sollfrank und Oberstleuitnant Marc Paare.

Füssen – Oberstleutnant Marc Paare ist der neue Kommandeur des Füssener Gebirgsaufklärungsbataillons 230. Am Freitag übergab ihm Brigadegeneral Alexander Sollfrank im Rahmen eines feierlichen Appells das Kommando über die Einheit. Der bisherige Kommandeur, Oberstleutnant Karsten Rodde, geht nach Berlin.

Oberstleutnant Marc Paare kommt aus Potsdam. Roddes Nachfolger übernimmt als neuer Bataillonskommandeur vor allem die Aufgabe, die Füssener Gebirgsaufklärer für Auslandseinsätze auszubilden. Wie General Sollfrank beim Übergabeappell vor Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Kirche angekündigte, ist für 2017 die Mission im afrikanischen Mali vorzubereiten.

In seiner Ansprache würdigte Sollfrank Roddes Einheit als „bestens ausgebildet“. „Sie waren ein verlässlicher Kommandeur“, unterstrich der Brigadegeneral die Leistung Roddes, der mit seiner Führungsposition in Füssen zwei Jahre betraut war. „Sie sind ein guter Kamerad“, ergänzte Sollfrank sein Lob.

Rodde selbst dankte den Soldaten, mit denen er jede gestellte Aufgabe bewältigen konnte. „Die Soldaten sind alle wieder heil und gesund von ihren Einsätzen nachhause gekommen“, konnte sich in der Ansprache zum Abschied ihr militärischer Führer ganz besonders freuen.

Das Gebirgsaufklärungsbataillon 230 aus der Füssener Allgäu Kaserne ist mit dem in der gesamten Bundeswehr einmaligen Hochgebirgsspähzug in der Lage, Aufgaben in schwierigem Gelände und sogar im Hochgebirge zu erfüllen. „Unter extremen klimatischen Bedingungen“ seien die Einsätze oftmals erfolgt, wie beim Übergabeappell unterstrichen wurde.

Rodde betonte: „In den Bergen funktioniert nur ein Team, das sich durch kameradschaftlichen Umgang miteinander besonders auszeichnet.“

Wechsel nach Berlin

 Zuvor hatte Brigadegeneral Sollfrank zusammen mit Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) die Front der angetretenen Soldatinnen und Soldaten abgeschritten. An dem Appell nahmen auch zahlreiche Reservistenkameradschaften aus der Region mit ihren Fahnenabordnungen teil. Den Abschluss der 90 Minuten dauernden Zeremonie mit anschließendem Empfang bildete die Ausfahrt Karsten Roddes im Schützenpanzer vorbei an den Tribünen.

Der gebürtige Flensburger Rodde, der an der Hamburger Bundeswehr-Universität Politikwissenschaften studiert hat, wird in Berlin Aufgaben als Referent im Verteidigungsministerium übernehmen. Vor dem Umzug mit seiner Frau und den beiden Kindern erklärt Rodde, dass es ihm „gut im Füssener Land gefallen“ habe.

Gutes Miteinander

 Nachfolger Marc Paare kommt aus Potsdam allein nach Füssen. Die Familie, ebenfalls mit zwei Kindern, ist wohnhaft bei Potsdam und hat sich jetzt darauf einzustellen, dass der neue Arbeitplatz des Offiziers ein Pendlerdasein erforderlich macht. Der neue Kommandeur wohnt jetzt nach eigenen Angaben, in Hopferau „bei einer Familie“.

Wie Marc Paare erklärte, sei es „für einen Soldaten immer ein großes Glück und Freude zugleich, in einer Region dienen zu dürfen, in der die Menschen derart bodenständig, der Heimat verbunden und bundeswehrfreundlich sind, wie das im Allgäu der Fall ist“. Er wolle das bereits starke Band zwischen den Menschen vor Ort und der Kaserne weiter festigen und „wo immer möglich, noch enger knüpfen“, kündigte der Oberstleutnant an.

Chris Friedrich 

Meistgelesen

Derblecken auf hohem Niveau
Derblecken auf hohem Niveau
Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor
Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor
Ein "ordentlicher Haushalt"
Ein "ordentlicher Haushalt"
Rückzug mit Ansage
Rückzug mit Ansage

Kommentare