Zehn Jahre Geriatrie

Altersmedizin am Pfronter Klinikum feiert Jubiläum

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Eine liebevolle Pflege und ein Pfrontener Chefarzt, der sich Zeit für seine Patienten nimmt – Schwester Rita und Chefarzt Dr. Markus Brenner.

Pfronten – Mittlerweile ist die Altersmedizin (Geriatrie) in aller Munde. In Pfronten dachten die Verantwortlichen der St. Vinzenz Klinik bereits vor zehn Jahren daran, älteren Menschen eine spezielle Rehabilitation anzubieten.

Eine kluge Entscheidung, denn das neue Angebot wurde vom ersten Monat an sehr gut angenommen, wie die Zahlen belegen: Seit Dezember 2009 hat die Abteilung für Geriatrische Reha eigenen Angaben zufolge eine durchschnittliche Auslastung von 96,8 Prozent.

Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Lebensalter und das häufig bei guter Gesundheit. Je älter ein Mensch wird, umso größer ist allerdings das Risiko, dass er durch Erkrankungen und Verletzungen bleibende Einschränkungen erleidet und seinen Alltag nicht mehr selbständig meistern kann. Dies muss aber nicht zwangsläufig so sein. 

Reha vor Pflege

Eine spezielle Geriatrische Rehabilitation hat zum Ziel, schwer erkrankten Senioren eine Chance zu geben, wieder auf die Beine zu kommen oder zumindest ihren Gesundheitszustand wesentlich zu verbessern. Dabei lautet das Motto: Reha vor Pflege.

Die Nachfrage nach einem der 24 Betten ist nach wie vor groß und die Wartelisten sind teilweise gut gefüllt. Von Beginn an dabei: Chefarzt Dr. Markus Brenner. Seit einem Jahrzehnt arbeitet er gemeinsam mit ärztlichen Kollegen, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden sowie Sozialarbeitern dafür, die Unabhängigkeit älterer Menschen wieder herzustellen – für jeden Patienten ganz individuell angepasst an dessen Bedürfnisse. Eine Zuwendung setzt in den älteren Patienten oft Ressourcen frei und ist somit für den Erfolg der Reha mindestens genauso wichtig wie alle körperlichen Aufbaumaßnahmen.

Die wohnortnahe Versorgung der Patienten ist sehr wichtig, da nur so der Kontakt zum sozialen Umfeld und der Familie erhalten bleibt.

Umfassendes Angebot

Die Sorge für die Zeit nach der Reha gehört ebenfalls zum Angebot der St. Vinzenz Klinik. Der Sozialdienst organisierten Hilfsmittel, Pflegeleistungen oder andere Unterstützung und steht im engen Kontakt zu den Angehörigen. Es geht nicht nur darum, ein spezielles Gesundheitsproblem zu lösen, sondern ein wichtiges Ziel zu erreichen: Die größtmögliche Selbständigkeit und Mobilität, ein eigenständiges Leben und das möglichst in den eigenen vier Wänden.

kb

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