Der Füssener Künstler Robert Wilhelm stellt in Nesselwang aus

Stil kontra Bluff

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Freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung: Stefan Uphaus (v.l., Director Controlling), Frank Walle (Director Human Resources), Eva Andersson, Robert „Trus“ Wilhelm und Rainer Kühnel (Director Operations).

Nesselwang – Bereits zum 22. Mal stellt die Nesselwanger Firma Endress+Hauset Wetzer ihr Foyer für eine Vernissage zur Verfügung.

„Stilkontrabluff“ lautet das Thema des Künstlers Robert „Trus“ Wilhelm. Der in Heidelberg geborene und in Füssen lebende Street-Art-Künstler hat unter anderem in Wien, Paris, Berlin und London schon seine Werke gezeigt. Rainer Kühnel, Director Operations bei E+H Wetzer, lobte in seiner Begrüßung die kräftigen Farben und großen Formate der Ausstellungswerke. 

Auch habe Wilhelm Produkte der Firma in den Werken verewigt. „Das zeigt, das der Künstler sich auch mit dem Ort der Ausstellung auseinandergesetzt hat“, so Kühnel. Jährlich kämen mehr als 5000 Besucher in die Nesselwanger Firma. Einige Kunden und Besucher davon hätten spontan schon Werke aus vorausgegangenen Ausstellungen gekauft, die ihnen gefallen haben. „Wir sind international aufgestellt und so sind auch unsere Besucher“, erklärte Kühnel.

 Eva Andersson, selbst Künstlerin und eine langjährige Freundin von Robert Wilhelm, hielt die Laudatio. „Bei einem Workshop am Gymnasium Füssen haben wir uns kennengelernt. Robert gestaltete den Aufgang zum Fahrradkeller zusammen mit den Schülerinnen und Schülern“, erinnerte sie sich.

Die Schüler seien begeistert von der Zusammenarbeit mit dem Künstler gewesen, der ihnen einen Einblick in die Entstehung seiner Werke gegeben und ihnen auch die Technik vermittelt habe.

Aus diesem Workshop heraus seien zahlreiche weitere Projekte entstanden – so unter anderem im Jugendzentrum in Reutte. 

Ort des Austauschs

„Sein Atelier in Füssen ist ein Ort an dem Austausch stattfindet“, lobte Andersson die Offenheit des diplomierten Grafikdesigners und Vater von zwei Kindern. „Er lässt sich nicht in eine Schublade stecken“. 

Seine von ihm entwickelten „Smurfnobs“, abstrakte Charaktere, sind mittlerweile an den Fassaden zahlreicher Städte zu finden. „Graffiti wird oft mit Vandalismus in Verbindung gebracht, vor allem im öffentlichen Raum. Aber die Werbung hat diese Art der Kunst auch schon für sich entdeckt“, so das Fazit von Andersson. 

Junge Werke

Die meisten der ausgestellten Werke sind erst in den vergangenen Wochen entstanden.

 Die Ausstellung soll sich während des Jahres immer wieder verändern, da Werke ausgetauscht werden. Die Gäste konnten dem Künstler, der auch zahlreiche Autogrammwünsche erfüllte, bei seinen spontan gezeichneten „Oneliner“ über die Schulter blicken. 

hoe

Die Ausstellung kann bis Januar 2018 von Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 16 Uhr im Foyer von Endress + Hauser Wetzer im Gewerbegebiet Obere Wank besichtigt werden.

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