Blindenwanderung des Lions Clubs kommt gut an

Gemeinsam durchs Lechtal

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Blinde und Sehende wandern gemeinsam mit dem Lions Club Reutte durch das Lechtal.

Reutte/Lechtal – 22 Blinde und Sehbehinderte sowie 22 Sehende haben sich jetzt zur dreitägigen Blindenwanderung des Lions Clubs Reutte im Lechtal aufgemacht. Zum 37. Mal hatte der Lions Club diese Wanderung organisiert, zu der Teilnehmer aus ganz Österreich anreisten.

„Und immer aufwärts, immer weiter, wir sind schon viel zu lange hier …“ – Getreu dieser Wanderhymne haben sind nun 22 Blinde und Sehbehinderte und etwa gleich viele sehende Begleiter für drei Tage auf den Weg gemacht. 

Seit vier Jahren führt die Route von Bach aus durchs Lechtal. Angereist kamen die Teilnehmer mit der Bahn aus allen Teilen Österreichs, aber auch aus Deutschland bis aus Dortmund. Der älteste, blinde Wanderer wird heuer 90 Jahre alt. Der jüngste Teilnehmer ist gerade 6 Monate und wurde standesgemäß im Gelände-Buggy kutschiert. 

Die erste Wanderung führte die Gruppe bei noch sonnigem Wetter von Elbigenalp über die Gibleralm und Klapf nach Bach. Bei der Tour einen Tag darauf von Bschlabs auf dem Höhenweg nach Boden durchnässte viel Regen die Wanderer und sorgte für manche unvorhergesehene Überquerung von wildgewordenen Bächen. Da kam der Gasthof Bergheimat gerade recht, in dem sich die Wanderer trockenlegen und bei Speis und Trank aufwärmen konnten. 

Der Weg am Samstag hinauf zur Sulzlalm mit seinen Tunnel und schroffen Felswänden war ein besonderes Erlebnis für die Gruppe. Das insgesamt eher durchwachsene Wetter konnte die gute Stimmung der Gruppe aber nicht trüben. An den Abenden wurde geredet, musiziert und zur Gitarrenmusik gesungen. Der Außerfern- Chronist Peter Linser brachte die Wanderer mit seinen vergnüglichen Erzählungen über alte Zeiten das Obere Lechtal näher, wobei der Übergang von Geschichtlichen zum Erfundenen manchmal nur an einem Augenzwinkern zu erkennen war. 

Am Abschiedsabend verbreiteten drei Oberlechtaler Volksmusikanten mit ihren Steirischen Hüttenabend-Stimmung. Insgesamt kam die gemeinsame Wanderung gut bei den Sehenden und Blinden an, zog der Lions Club jetzt ein Fazit. Die freuten sich vor allem darüber, dass die Teilnehmer zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind.

kb

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