Füssener Bauverwaltung will Straßensanierungen strenger kontrollieren

Stadt erhöht den Druck

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Werden Sanierungsarbeiten an Füssener Straßen nicht korrekt ausgeführt, will die Stadt verstärkt auf das Durchsetzen ihrer finanziellen Ansprüche achten.

Füssen – Gerade das Bauamt steht häufig offen oder hinter vorgehaltener Hand in der Kritik. Umso deutlicher war jetzt das Lob, das Stadtrat Jürgen Doser (FW) im Bauausschuss in Richtung Bauamtsleiter Armin Angeringer und sein Team richtete. „Der Antrag ist perfekt umgesetzt worden!“, so Doser.

Er und Dr. Martin Metzger (BfF) hatten im Mai beantragt, dass die Verwaltung ein „Straßenreparatur-Register“ erstellt und führt – mit Erfolg, wie Bauamtsleiter Armin Angeringer erklärte.

Wie in jeder anderen Gemeinde auch, kommt es in Füssen regelmäßig durch Bauarbeiten an Straßen und Wegen zum Aufmachen und Wiederverschließen des Asphaltbelags. Und wie in jeder anderen Gemeinde auch, kann es in der Lechstadt passieren, dass die Beläge schon kurz nach dem Wiederverschluss Mängel aufweisen, die die Stadtverwaltung irgendwann auf eigene Kosten reparieren muss.

Ansprüche durchsetzen

Um künftig zu vermeiden, dass die Stadt auf diesen Ausgaben sitzen bleibt, hatten Doser und Metzger im Mai das Erstellen eines „Straßenreparatur-Registers“ beantragt. In diesem Register sollen unter anderem Belagsreparaturen mit Datum und Gewährleistungsfrist dokumentiert werden. So soll sicher gestellt werden, dass die Stadt ihre finanziellen Ansprüche rechtzeitig durchsetzen kann.

Außerdem forderten die beiden Ratsmitglieder regelmäßige Kontrollen und Ansprechpartner für Bürgerhinweise auf Schäden. „Wir haben in der Gewährleistung viel versäumt“, so Doser am Dienstagabend.

Füssens Bauamtsleiter Armin Angeringer erläuterte, dass im Rahmen des „Straßenreparatur-Registers“ bereits zahlreiche Vorgaben aufgestellt wurden. So müssten beispielsweise Aufgrabungen von den Baufirmen mit einem speziellen Formular detailliert beantragt und der Bauverwaltung genehmigt werden.

Tiefbauamt kontrolliert

Außerdem werde mit den Bauunternehmen eine fünfjährige Gewährleistungsfrist vereinbart. Firmen, die mit Arbeiten im Verzug sind, dürfen darüber hinaus keine weiteren Aufgrabungen machen. Während und nach der Aufgrabung werden die Baustellen durch das Füssener Tiefbauamt kontrolliert. Weitere Kontrollen erfolgen ein halbes Jahr vor Ablauf der Gewährleistung.

Außerdem können Füssener Bürger im Bürgerbüro erkannte Mängel telefonisch oder per E-Mail melden. „Bei vorliegenden Mängeln werden die jeweiligen Antragsteller kontaktiert und die Mängel schriftlich mit Fristsetzung und Vorbehalt einer Ersatzvornahme zur Mangelbeseitigung aufgefordert“, erklärte Angeringer. Diese seien vertragsrechtlich geregelt.

In der Bauverwaltung hoffen die Zuständigen nun, mit Hilfe eines neuen Probe-Moduls das Führen des Registers noch effizienter zu gestalten. „Nach Eignung des Programms, das kostenfrei zur Verfügung stehen wird, wird die Abwicklung und Verwaltung der Aufgrabungen dann weiter auf dieser neuen digitalen Basis stattfinden“, kündigte der Bauamtsleiter an. Der Bauausschuss des Stadtrates stimmte diesem Vorgehen einstimmig zu.

Matthias Matz

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