Seilwinde kommt öfter zum Einsatz

Die Tiroler ARA-Flugrettung blickt auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr zurück

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Schwerer nächtlicher Verkehrsunfall in Reutte: Dank der neuen Dienstzeiten bei der ARA Flugrettung war der Notarzthubschrauber RK-2 rasch am Unfallort und brachte intensivmedizinische Hilfe.

Reutte – Zu mehr Einsätzen im ersten Halbjahr als noch 2018 ist der der Notarzthubschrauber RK-2 der ARA Flugrettung in Reutte heuer gerufen worden, wie sie berichtet.

Der Hubschrauber hob zu 440 Einsätzen ab (2018:435). Rund ein Drittel davon führte die ARA-Crew nach Deutschland. Dabei ist besonders auffallend: Windenbergungen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Seit Ende Juli 2019 fliegt der Notarzthubschrauber RK-2 der ARA Flugrettung in Reutte auch wenn es dunkel ist. Damals wurde seine Dienstzeit von Sonnenuntergang auf 22.30 Uhr ausgedehnt. 

Eine erste Bilanz ist positiv: Es gab bereits einige lebensrettende Einsätze bei Dunkelheit. „Zuletzt haben wir bei Nacht ein Kleinkind in kritischem Zustand ins Klinikum nach München geflogen“, erzählt ARA-Stationsleiter und Pilot Christian Brunnlechner. „Egal ob Einsatzorganisationen, Lokalpolitiker oder Privatpersonen. Die Resonanz auf unsere nächtlichen Aktivitäten ist beachtlich. In Elbigenalp durften wir zuletzt sogar den soeben fertiggestellten Nachtlandeplatz einweihen.“ 

Der RK-2 der ARA Flugrettung ist im ersten Halbjahr 2019 zu 440 Einsätzen (2018: 435) gestartet. Rund ein Drittel davon führte die ARA-Crew zu Einsätzen nach Deutschland. Innerdeutsche Überstellungen gab es in diesem Zeitraum elf. Diese Transporte sind bei der ARA Flugrettung derzeit ein besonders sensibles Thema. „Denn aus wirtschaftlicher Sicht gestalten sich diese Einsätze für uns höchst problematisch”, erklärt ARA-Geschäftsführer Thomas Jank. „Aber auf die Einsatzdisponierung haben wir keinen Einfluss. Wir fliegen dorthin, wo uns die Leitstelle hinschickt.“

Besonders auffallend gestaltet sich die Entwicklung bei den Windenbergungen, so die ARA-Flugrettung. Allein heuer absolvierte die Crew bereits 74 Einsätze mit der im Notarzthubschrauber H145 fix angebauten und 90 Meter langen Seilwinde. 

„Im Jahr 2018 haben wir die Winde 180 Mal eingesetzt. 2016 waren es lediglich 96 Einsätze“, informiert ARA-Windenoperator Gerd Amann. Diese extreme Steigerung von fast hundert Prozent kommt für Amann nicht überraschend: „Egal ob Sommer oder Winter, die Menschen zieht es vermehrt in die Berge. Und bei Unfällen speziell im alpinen Gelände können wir mit unserer Winde einfach schneller medizinische Hilfe zum Verunfallten bringen.” Anschließend kann der Hubschrauber den Patienten auch schneller ins nächste Krankenhaus fliegen.

kb

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