Arbeiten am neuen Oy-Mittelberger Rathaus liegen im Plan und werden günstiger

Oyer Rathaus-Neubau schreitet voran

Baustelle von Rathaus in Oy-Mittelberg
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Voll im Zeitplan liegt derzeit der Neubau des Oy-Mittelberger Rathauses. Durch eine Änderung am Konzept könnte das Vorhaben nun sogar noch deutlich günstiger werden als zunächst prognostiziert.

Oy-Mittelberg – Voll im Zeitplan liegt der Neubau des neuen Oyer Rathauses. Nun soll er auch noch günstiger werden als geplant: bei einer Gegenstimme verabschiedete der Gemeinderat jetzt eine Konzeptänderung, die bis zu 155.000 Euro günstiger ist als die ursprüngliche Idee.

So will Architekt Michael Muffler die eigentlich für die Decken und Wände im Erdgeschoss und erstes Stockwerk vorgesehenen Holzlamellen durch sogenannte Akustik-Decken ersetzen lassen. Durch die Änderung auf diese Akustik-Decken (gelochte Gipskarton-Elemente) im Foyer, in den Fluren und Büros können die Kosten um annähernd 155.000 Euro gesenkt werden. Die Variante mit Holzlamellen hätte die Gemeine wohl rund 690.000 Euro gekostet. „Die Räume werden dadurch heller und lichter werden“, sagte Muffler in seinen Erklärungen.

„Zudem vertragen die Bereiche die neue Decke bei einer gleichbleibenden Qualität.“ Im Sitzungssaal, „der guten Stube des Hauses“, sowie in den Besprechungsräumen wird das ursprünglich geplante Raumkonzept umgesetzt. Die Oyer Ratsmitglieder lobten die geplanten Kosteneinsparungen und befürworteten bei einer Gegenstimme die Änderung des Raumkonzepts.

Grundsätzlich zeigte sich Architekt Muffler zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten. Vor seinen Ausführungen zu den geplanten Änderungen zeigte er den Ratsmitgliedern ein kurzes Video eines Drohnenflugs über die Baustelle. „Da zeigt sich wie gut sich das neue Gebäude in das Umfeld einfügt“, sagte er.

Lob für Baufirma

Er zeigte sich außerdem sehr zufrieden mit der ausführenden Baufirma Lipp aus Oy und lobte die Ordnung und Sauberkeit auf der Baustelle. „Das sehen wir nicht oft bei den von uns begleiteten Baustellen.“ Das Wetter begünstigt derzeit einen raschen Baufortschritt, so dass ab Mitte November (Kalenderwoche 47) das Dach geschlossen werden könne.

Die Ausschreibung des Gewerks soll Ende November/ Anfang Dezember beginnen, so der Architekt auf Nachfrage von Gemeinderat Manfred Lechleiter (CSU). Dabei spielen langjährige Erfahrungswerte des Architekturbüros für den Termin eine große Rolle. „Im Raum Ulm sind die Preise für etliche Gewerke um einiges niedriger als im Allgäu“, erklärte Muffler, der ein weiteres Projekt von ähnlicher Größe im Großraum Ulm begleitet. Dies sei der Marktsituation im Allgäu geschuldet, wo der Einzugsradius aufgrund der Grenznähe deutlich kleiner ist.

Ingunn Springkart (Freie Wähler) regte an, daher den Radius für die anstehende Ausschreibung deutlich auszuweiten, auch um weiteres Einsparungspotential für weitere Gewerke zu generieren. „Das bringt aus unserer Erfahrung heraus nichts“, widersprach Muffler dem Vorschlag. „Wenn wir 15 bis 20 Firmen anschreiben, müssen wir derzeit froh sein, wenn wir drei bis fünf Angebote bekommen!“ Schuld daran sei die Grenznähe zu Österreich, was den Radius im Gegensatz zu Ulm nahezu halbiert, die vollen Auftragsbücher der Handwerksfirmen und die Entfernung, welche die Firmen nach Oy zurücklegen müssen, um die Arbeiten dann auch auszuführen.

hoe

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