Bald unter Strom

Arbeiten an der Bahnstrecke zwischen Reutte und Vils schreiten voran

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Die Arbeiten für die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Reutte und Vils/Schönbichl an der Grenze laufen derzeit auf Hochtouren.

Reutte/Vils – Gut voran gehen die Arbeiten für die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Reutte bis nach Vils/Schönbichl auf eine Länge von 14,3 Kilometer. Der Streckenabschnitt wird mit 400 Masten bestückt – die Bauarbeiten sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Dann können die Züge auf diesem Abschnitt von Reutte bis zur Staatsgrenze bei Pfronten mit Strom fahren. Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) unterhält in Tirol ein Streckennetz von insgesamt rund 460 Kilometern, von denen knapp 97 Prozent bereits elektrifiziert sind. Mit der geschilderten Elektrifizierung sind dann 100 Prozent der Tiroler Gleisverläufe „voll unter Strom“. 

Das Ganze hat jedoch einen mehr oder weniger ärgerlichen Schönheitsfehler: die deutsche Bundesregierung hat keinerlei Pläne, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) erklärte, die Anschlussstrecke von der Grenze bei Vils bis Kempten ebenfalls zu elektrifizieren. Damit wird Reutte beim Personenverkehr auch weiterhin der Umsteigebahnhof zwischen Garmisch und Kempten von Strom auf Diesel bleiben. Allerdings können nach der elektrischen Aufrüstung bis Vils, hier profitiert im besonderen Maße der Zementhersteller Schretter & Cie, höhere Lasten im Güterverkehr transportiert werden. 

Für die Baumaßnahme ist die Strecke voraussichtlich noch bis Anfang November 2019 für den Zugverkehr gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Pfronten-Steinach und Reutte ist bis zu diesem Zeitpunkt eingerichtet.

ed

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