Höchste Arbeitslosenquote im Allgäu

Arbeitslosenquote im Raum Füssen sinkt im April geringfügig auf 4,2 Prozent

Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg
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Die Agenturbezirke erfassen die monatlich aktuellen Arbeitslosenzahlen der Regionen und werten die Fakten auch im Jahresrückblick aus.

Füssen - Etwas weniger Arbeitslose als noch im März hat die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen im April für die Region Füssen verzeichnet. Dennoch hat das Füssener Umland mit einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent die höchste im gesamten Allgäu.

Im April hatten im Geschäftsstellenbezirk Füssen 1132 Menschen keinen Job, 17 weniger als noch im März. Im Vergleich zum April 2020 ging auch die Arbeitslosenquote geringfügig um 0,1 Prozentpunkte zurück.

Dabei meldeten sich im April diesen Jahres 197 Personen neu oder erneut arbeitslos, 241 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 215 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 851 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 352 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 785 Abmeldungen von Arbeitslosen.

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 19 Stellen auf 241 gestiegen. Arbeitgeber meldeten im April 48 neue Arbeitsstellen, zehn mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 197 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 39.

Fehlende Perspektiven im Tourismus

Damit ist der Arbeitsmarkt in der Region Füssen weitgehend stabil, so die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Genau wie im südlichen Oberallgäu rund um Sonthofen. Allerdings wirkt sich hier die bisher fehlende Perspektive im für die Regionen wichtigen Tourismusgewerbe ungünstig aus. So hatten beide Wirtschaftsräume als einzige im Allgäu bei der Arbeitslosenquote eine Vier vor dem Komma.

Mit dem Start ins Frühjahr verbesserte sich allgemein die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Allgäu. Weniger Menschen waren bei den Vermittlern arbeitslos gemeldet, die Nachfrage nach Arbeitskräften erreichte ein ähnlich hohes Niveau wie im Monat zuvor. Dabei blieb die Viruspandemie weiterhin ein prägendes Element.

Im Jahresvergleich lag die Arbeitslosenquote im bayerischen Teil des Allgäus aktuell mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte günstiger als im Jahr zuvor. Im April 2020 hatte die Corona-Pandemie erstmals Auswirkungen auf die arbeitsmarktlichen Ergebnisse gezeigt.

Industriell-gewerblich geprägte Regionen haben geringste Arbeitslosenquote

Die aktuelle Entwicklung, die sich im gesamten Agenturbezirk zeigte, setzte sich auch in den Regionen fort. Eine Zwei vor dem Komma bei der Arbeitslosenquote wiesen die stärker industriell-gewerblich geprägten Regionen Memmingen, Mindelheim und Marktoberdorf auf. Im verarbeitenden Gewerbe hat sich die Lage laut der Agentur für Arbeit zumindest in Teilen verbessert. Dies spiegelt auch die aktuelle Arbeitslosenquote wider. In den Wirtschaftsräumen Kempten, Kaufbeuren und im Landkreis Lindau erreichte die Quote dasselbe Ergebnis wie im April des Vorjahres.

Mit fortschreitenden Impferfolgen ist damit zu rechnen, dass sich auch der Arbeitsmarkt im Allgäu weiter stabilisiert, so die Agentur für Arbeit. Gerade im verarbeitenden Gewerbe blicken Betriebe demnach mit mehr Zuversicht in die kommenden Wochen. Die Behörde geht davon aus, dass sobald die pandemiebedingten Einschränkungen auch in anderen Branchen wie Handel und Tourismus gelockert werden, zusätzliche positive Effekte für den Arbeitsmarkt zu erwarten sind. 

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