Argentinischer Generalkonsul besucht Füssen

"Großes Potential für die Zukunft"

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Mit seinem argentinischen Gast Edgardo M. Malaroda (rechts) studiert der Füssener Bürgermeister Paul Iacob im Rathaus eine Landkarte.

Füssen – Der argentinische Generalkonsul Edgardo M. Malaroda hat jetzt einen Urlaubstag in Füssen genutzt, um Bürgermeister Paul Iacob (SPD) einen freundschaftlichen Besuch abzustatten. Dort sprachen die beiden über mögliche Kooperationen, um wirtschaftliche und kulturelle Begegnungen zu fördern.

Sitz des Generalkonsulats seines Landes ist Frankfurt am Main. Malaroda setzt sich dafür ein, auf lokaler Ebene in Kooperationen wirtschaftliche und kulturelle Begegnungen zu fördern. Bei einem Pressegespräch unterstrich der Gast des Füssener Rathauschefs: „Argentinien ist sehr europäische geprägt.“ Sein Anliegen sei, „im süddeutschen Raum Gespräche zu führen. Es geht mir darum, langsam von unten her etwas aufbauen zu können.“

Ein „großes Potenzial für die Zukunft“ sieht der Generalkonsul vor allem in der Tourismusbranche, insbesondere für Beschäftigte im Hotel. Malaroda wies auf Programme hin, die es möglich machen, dass Jugendliche oder junge Fachkräfte ein Visum erhalten, um in Argentinien befristet arbeiten zu können und Spanisch zu lernen. „Buenos Aires ist von großen deutschen Flughäfen im nonstop Flug in 13 Stunden zu erreichen“, so Malaroda auf Nachfrage des Kreisbote.

Hohe Berge, die Seenplatte und damit direkt verbunden viele Sportmöglichkeiten wie das landestypische Spiel Polo könnten Füssener als Arbeitskräfte oder Touristen anlocken. „Interessant für den Besuch ist: Argentinien liegt entgegen gesetzt zu Deutschland auf der Erdkugel. Dort ist Sommer, während wir im Allgäu den Winterurlaub genießen“, freute sich der Generalkonsul.

Unterhaltung auf Deutsch 

Wie er erzählte, habe Argentinien Einwanderer aus Deutschland und Europa in schwierigen Zeiten aufgenommen. „Meine Mutter stammt aus Ostpreußen.“ Ein Dolmetscher musste bei der Begegnung im Füssener Rathaus nicht dabei sein. Man sprach Deutsch. Der Bürgermeister betonte vor dem Austausch von Geschenken: „Die Welt, die positiv denkt, muss zusammen kommen.“ Füssen würde sich sicherlich zum Beispiel über ein Gastspiel mit Tangotänzern aus Argentinien freuen. „Dafür hätten wir geeignete, wunderschöne Orte“, meinte Iacob.

Chris Friedrich

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