SPD-Frauen sehen am Bahnhof oder der Morisse mögliche Standorte

ASF-Frauen fordern Fahrradparkhaus für Füssen

Massen an Fahrrädern in einem Parkhaus für Fahrräder
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Fahrradparkhäuser wie das hier am Hauptbahnhof in Amsterdam gibt es in den Niederlanden schon seit Jahren. Auch in Nürnberg wurde jetzt eines eröffnet. Nun fordern die ASF-Frauen, zu prüfen, ob ein Fahrradparkhaus auch in Füssen entstehen könnte.

Füssen – Um die vielen Fahrräder aus der Fußgängerzone herauszubekommen, plädiert die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) dafür, ein Fahrradparkhaus in zu errichten.  Sie fordern die Stadtverwaltung auf, ein solches Vorhaben im Zuge der Bauleitplanung und Stadtentwicklung für die Plätze am Bahnhof und an der Morisse zu prüfen, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Da Fahrräder, die in Massen in der Fußgängerzone abgestellt werden, heuer zum Problem angewachsen seien, freuen sich die ASF-Frauen, dass Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) in der Diskussion um die Ritterstraße weitere Verbesserungen für die Verkehrssituation in der Reichenstraße angekündigt hat (der Kreisbote berichtete). „Die Stadt hat hier ja schon einiges bewegt“, wies ASF-Vorsitzende Brigitte Protschka zudem auf die zusätzlich aufgestellten Fahrradständer und neu ausgewiesene Stellplätze hin. Zudem seien abschließbare Stellplätze geplant. Außerdem habe Eichstetter zum ADFC-Fahrradklimatest aufgerufen, der neue Erkenntnisse bringen soll.

Trotzdem sei täglich zu erleben, wie es zu genervten und aggressiven Tönen komme und viele Menschen aneinandergeraten, weil es zu eng werde in der Stadt. „Das ist am Ende keine schöne Urlaubsatmosphäre und für die Einheimischen ist es eine Dauerbelastung“, fasste die stellvertretende Vorsitzende Claudia Schreiner zusammen.

Nach Recherchen im Internet sind die ASF-Frauen jetzt auf einen Bericht über das neu eröffnete Fahrradparkhaus „Fahrradspeicher“ in Nürnberg gestoßen. Jetzt ist es ihnen ein Anliegen, dass der Bau eines solchen richtigen Fahrradparkhauses im Rahmen der Bauleitplanung und Stadtentwicklung für die Plätze am Bahnhof und an der Morisse geprüft und diskutiert wird. „Wir brauchen in Zukunft mehr Plätze, an denen Fahrräder sicher untergebracht werden können, denn die Menschen haben immer teurere Räder, die sie verständlicherweise sehr sicher abstellen wollen“, erklärte Hannelore Semmlin-Leix.

Bei allem Verständnis gehe es nach Ansicht der ASF-Frauen nicht, dass alle ihre Drahtesel durch die Fußgängerzone schleppen und dort abstellen, wo sie sich grade setzen oder einkaufen wollen. Die ASF-Frauen haben deswegen die SPD-Fraktion im Stadtrat gebeten, einen entsprechenden Antrag einzubringen.

Auch über die Finanzierung haben sich die Verbandsmitglieder bereits Gedanken gemacht: Die Möglichkeit staatlicher Zuschüsse prüfe die Stadtverwaltung sowieso. Aber auch Füssen Tourismus müsse einen Beitrag leisten, fordern die Frauen. Deswegen schlagen sie vor zu prüfen, ob über eine geringe Erhöhung von Kurbeitrag und Fremdenverkehrsbeitrag nicht zumindest ein Teil der Ausgaben finanziert werden könnte. Mit dem Kurbeitrag könnte man die Urlauber an der Finanzierung eines wichtigen Serviceangebotes beteiligen, die Tagestouristen würden ihren Beitrag durch die Nutzungsgebühren leisten und über den Fremdenverkehrsbeitrag würden diejenigen miteinbezogen, die am meisten vom Tourismus profitieren.

red

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