"Aktiver Umweltschutz"

Zukunftsmodell: Vortrag über Carsharing in der Füssener VHS

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Vaterstettener Auto-Teiler in der Füssener VHS: Klaus Breindl (rechts) hält einen Vortrag übers Carsharing.

Füssen – Wer unbedingt einen Ferrari oder Lamborghini fahren will, tut sich sicherlich schwer beim Carsharing.

Zumindest gibt es solche Autos beim Vaterstettener Auto-Teiler e. V. nicht, erklärte Klaus Breindl jetzt in seinem Vortrag „Carsharing in Füssen – eine Utopie?“ in der Volkshochschule (VHS) Füssen. Der Diplom-Volkswirt aus Vaterstetten ist Gründungsmitglied des Carsharingvereins vor den Toren Münchens, der seit beinahe 26 Jahren besteht und den Interessenten dieser aus der Schweiz stammenden Idee in der Lechstadt möglicherweise als Vorbild dienen könnte.

Jedenfalls betonte die Leiterin der Füssener VHS, Petra Schwartz, zu Beginn von Breindls Vortrag: „Wir wollen das in Füssen umsetzen.“ Um dies zu erreichen, hatte Schwartz das ehemalige Vorstandsmitglied im Bundesverband Carsharing nach Füssen eingeladen, wo dieser den ungefähr ein Dutzend Zuhörern nicht nur darzulegen versuchte, was Carsharing ist, sondern auch, welche Vorteile es für den Einzelnen und die Umwelt bringt. „Carsharing ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz“, stellte Breindl daher klar. 

Er ergänzte, dass dadurch sowohl der allgemeine Rohstoff-, als auch der Energie- sowie der Wasserverbrauch verringert würden, weil weniger Autos hergestellt werden müssten und sich letztlich auch „weniger Autos im fließenden Verkehr“ befänden. 

Außerdem biete das Carsharing allen, die sich daran beteiligen, einen Anreiz dazu, „ein eigenes Auto abzuschaffen beziehungsweise nicht anzuschaffen.“ Als wesentliche Komponenten für erfolgreiches Carsharing bezeichnete der Referent dabei genauso „eine gute Verfügbarkeit“ wie „einen einfachen Zugang und geeignete Fahrzeuge“. 

Fast kein Vaterstettener habe es zum Beispiel „mehr als 300 Meter zum nächsten Auto“ der 19 Wagen zählenden Fahrzeugflotte des Auto-Teiler-Vereins, unterstrich Breindl, bevor er gegen Ende seiner Ausführungen auf die Kosten des Carsharing zu sprechen kam. So teilte er mit, dass die Vereinsmitglieder in Vaterstetten eine Einlage bezahlen müssten, „um beispielsweise neue Autos kaufen zu können.“ 

Darüber hinaus fallen eine Aufnahmegebühr sowie in manchen Vereinen laufende Beiträge an. Die Preise für die Nutzung von Autos bemessen sich schließlich „nach Zeit und gefahrenen Kilometern“, sagte Breindl und hob als ein Hauptmotiv des Carsharings hervor: „Wir wollen das eigene Auto ersetzen!“

lex

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