Muslimische Gemeinde in Füssen lädt zum "Tag der offenen Moschee"

Eine Basis für den Dialog

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„Allah schütze jede und jeden von Euch, Frieden sei mit allen!“ begrüßen Imam Serkan Dursum (links) und Jugendvorstand Ozan Karabag die Besucher in der Moschee in Füssen-West.

Füssen – Der Aufruf, die Stimme gegen kriegerische Gewalt zu erheben, wurde beim „Tag der offenen Moschee“ in Füssen-West mit Nachdruck erneuert. Hier wies Vorbeter Serkan Dursum auf eine Presseerklärung hin, mit der Imame wie er die Friedfertigkeit des Islam vor kurzem betont hatten.

Die führenden Mitglieder der muslimischen Gemeinde in Füssen distanzieren sich auch jeder persönlich vom Terror, der in „Allahs Namen im Nahen Osten ausgeübt wird“, so der Imam. Dursum ergänzte im Gespräch mit dem Kreisboten: „Wir erleben, wie Menschen den Namen Allahs missbrauchen, um andere Menschen – Muslime wie Nichtmuslime – zu quälen, zu vertreiben und zu ermorden. Sie geben vor, im Namen der Religion zu handeln, zeigen mit ihren Verbrechen aber, dass sie kein Wort davon verstanden haben, was Allah uns offenbart hat und wie unser Prophet nach diesen Geboten gelebt hat.“ 

Der Füssener Imam sagte: „Wir begrüßen stets einander mit dem Friedenswunsch. Er erinnert uns bei jeder Begegnung daran, dass Frieden, Zufriedenheit, Glück und Wohlbefinden die Zustände sind, die Allah uns empfiehlt und die wir für uns und andere erstreben sollen“. 

Ausstellungen und Vorträge 

Jedes Jahr wird bundesweit zum der „Tag der offenen Moschee“ eingeladen. „Dieser Tag ist eine gute Basis für den Dialog“, so der Imam. Seine Gemeinde hat aktuell 400 Mitglieder, die in der Stadt Füssen und im Umland leben. Ansprechpartner für die nicht sehr vielen Besucher der Moschee war hier auch der Jugendvorstand der Gemeinde mit 140 Familien, Ozan Karabag. In Deutschland wird eine solcher Tag seit 1997 veranstaltet. 

Zum Programm gehören Ausstellungen und Vorträge. In der Füssener Moschee allerdings konzentrierten sich der Imam und Mitglieder seiner Gemeinde ganz auf das aus ihrer Sicht Allerwichtigste. Das sind Moscheeführungen „und das persönliche Gespräch gemeinsam an einem großen Tisch bei Kaffee und Gebäck“, wie es Cengizhan Düzer ausdrückte, der sich gern um den Service für die Gäste kümmert. „Bei dieser Begegnungsmöglichkeit machen sich unsere Besucher dann ein eigenes Bild“, so Düzer.

Chris Friedrich

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