Mit einem Gottesdienst feiert der SPDI Füssen sein 20-jähriges Bestehen

20 Jahre Dienst am Menschen

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Pfarrer Fritz Graßmann aus Augsburg hält die Predigt in der fast voll besetzten evangelischen Christuskirche. Hier fand die Gottesdienstfeier des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SpDi) Füssen/Diakonisches Werk Augsburg statt.

Füssen – Seit 20 Jahren engagiert sich der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) in Füssen professionell und kostenlos für Menschen, die seelisch erkrankt sind oder in einer schweren Lebenskrise stecken.

Die Jubiläumsfeier fand jetzt in der Füssener Christuskirche statt. An den Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer Joachim Spengler schloss sich eine Einladung zu Gesprächen beim „Kirchenkaffee“ an. Das Motto an diesem Jubiläumssonntag war „SpDi und Diakonie gehören zusammen“. In der wiedereröffneten Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Füssen, in der Besucher bequem auf Stühlen Platz nehmen können, zeigte die große Teilnehmerzahl die Wertschätzung für die Arbeit des Teams der Beratungsstelle. 

Die Füssener Einrichtung wird von Sergej Hollmann geleitet. Mit drei Kolleginnen gemeinsam skizzierte der Diplom-Sozialpädagoge vom Altarraum aus die immer individuell auf die betroffene Person bezogenen Angebote des Sozialpsychiatrischen Zentrums in zentraler Stadtlage beim Bahnhofsneubau. Das größte Problem sei: Betroffene Menschen brechen Kontakte ab und ziehen sich völlig zurück. „Deshalb sollten sich auch Angehörige, die dieses typische Verhalten beobachten, mit Vertrauen an uns wenden“, gab Hollmann einen Rat, der den sich enger schließenden Kreis durchbrechen soll. 

Wer sich Hilfe im Augustenhof hole, müsse sich dafür bei Gott nicht schämen, machte Hollmanns Team deutlich, in dem Diplom- Psychologinnen, -Sozialpädagoginnen und Krankenschwestern arbeiten. „Wir alle unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht“, betonte Monika Seitz vom SpDi. Menschen in Not sollten daher den Mut aufbringen, sich ans Zentrum Augustenhof zu wenden. 

Dienst am Menschen 

Festprediger der Jubiläumsveranstaltung war Pfarrer Fritz Graßmann. Er ist als Sprecher des Vorstands der Diakonie Augsburg dazu berufen, den Grundgedanken zu definieren. Unter Diakonie verstehe man alle Aspekte des Dienstes am Menschen im kirchlichen Rahmen. Der Begriff Diakonie werde auch verkürzt für die Diakonischen Werke und deren soziale Einrichtungen in Deutschland gebraucht. Das Diakonische Werk wird federführend von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) getragen. Das römisch-katholische Gegenüber sei die Caritas.

 Mit dem Begriff Diakonie – wie Graßmanns Predigt anschaulich verdeutlichte – werde Professionalität mit Herz verbunden. „Wahre Diakonie kommt aus dem Glauben“, so Graßmann. Handeln im Sinne der Diakonie sei „an den Kraftstrom der Liebe Jesu angeschlossen“. Ebenfalls im Mittelpunkt der Feier standen Abendmahl und ein symbolischer Akt: Viele Gläubige gingen nacheinander zum Altarraum. 

Dort zündeten sie eine Kerze als ein Zeichen dafür an, einem von Krankheit oder Krise betroffenen Bekannten auch den Beistand durchs Gedenken und Beten zu geben. Pfarrer Joachim Spengler gab den Hinweis: „In der Christuskirche haben wir seit Jahren eine Kerzenecke und ein Buch, in das man Gebete schreiben kann.

Im Lauf der Jahre haben das viele Menschen getan. Oft sind es Dankgebete oder auch herzliche Bitten, dass Gott einem Angehörigen oder dem Betenden selbst in einer schweren Krise in beruflicher, familiärer oder gesundheitlicher Hinsicht helfen möge.“

Kontakt: spdi-fuessen@diakonie-augsburg.de, Telefon: 08362/30 06 50.

cf

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