In zentraler Lage

Aus Atelier wird Laden: Wertachtal Werkstätten beziehen Räume in der Luitpoldstraße

Dagmar Rothemund (links), Michael Rainders und Katja Reinhartz.
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Dagmar Rothemund (links) macht sich als Leiterin der Füssener Wertachtal Werkstätten kundig, wie weit die Gestaltung des Ladens in der Luitpoldstraße vorangeschritten ist. Ein Verkäuferteam bilden nach ihrer Schulung die Beschäftigten Michael Rainders und Katja Reinhartz.
  • VonChris Friedrich
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Füssen – Die Wertachtal Werkstätten haben komplett die Räume übernommen, in denen sich bisher das Atelier des Künstlers Peter Jente befand.

Alles, was die Beschäftigten in den Wertachtal Werkstätten produzieren, geht jetzt in zentrale Füssener Lage beim Luitpolddenkmal in den Verkauf. Der Kreisbote hat den Mitarbeitern beim Gestalten ihres Ladengeschäfts in der Luitpoldstraße über die Schulter geschaut und sich mit Werkstattleiterin Dagmar Rothemund unterhalten. Bislang, sagt sie, „hatten wir unseren Laden in der Hiebelerstraße, wo die Werkstätten sind. Mein Wunsch ist es schon immer gewesen, mitten in der Stadt zu sein, um hier unsere handwerklich hergestellten Produkte anzubieten.“

Eine Chance dazu bot sich, als der überregional bekannte Künstler Peter Jente, mit dem sich die Werkstätten für kurze Zeit die Räume beim Hotel Luitpoldpark teilten, die Werkstattleiterin informierte, dass er seinen Plan, mit Atelier und Werkstatt nach Musau umzuziehen, relativ kurzfristig umsetzen könne. „Wir gewinnen dadurch den Platz, den wir brauchen, um unser breites Sortiment für die Kunden ansprechend präsentieren zu können“, freut sich Rothemund.

Den Umzug bezeichnet Peter Jente, der schon länger als Kunstpädagoge für die Werkstätten arbeitet, aus seiner Sicht als „vorteilhaft“. Gemeinsam mit der Leiterin bereiten sich Michael Rainders und Katja Reinharts, die dem Verkaufsteam angehören, auf ihre neue Aufgaben vor. Es könnte eine Win-Win-Situation eintreten. Voraussetzung dafür ist, „dass der neue Laden auch angenommen wird. Wir schauen, wie es läuft“, meint Rothemund offen.

Zeichen für Inklusion

Die Wertachtal Werkstätten hatten in Füssen-West ihren Platz gefunden. Hier sind Menschen mit Handicap tätig. „Dass wir den Laden in der Stadt eröffnen, ist ein Zeichen für Inklusion“, betont Leiterin Rothemund auf Nachfrage. Sie unterstreicht einen weiteren Aspekt des Geschäftsprojekts: die Wertachtal Werkstätten – eine gibt es auch in Marktoberdorf – demonstrieren damit auch einen Zusammenschluss untereinander. Erweitert werde das Warenangebot durch Töpferware aus der Herzogsägmühle in Peiting.

Hier können Kunden auch Holz- und Näharbeiten, kleinere Möbelstücke, dekorative Figuren und individuell gefertigte Taschen neben Keksen oder Produkten der Senfmanufaktur Ostallgäu sowie der Bio-Manufaktur in Neugablonz erwerben. Um das bekannt zu machen, soll bald ein Flyer in den Umlauf gebracht werden. „Ein Schaukasten soll in der nahen Passage auf den Laden hinweisen“, so Rothemund. „Gern würden wir mit Gästen eine Eröffnung feiern, doch damit müssen wir in Zeiten der Pandemie noch warten.“ Der Gesundheitsschutz sei wichtig.

Für Beratung und Verkauf wurden Zweierteams zusammengestellt. „Das geschulte Team wird von einer meiner Mitarbeiterinnen unterstützt“, beschreibt Rothemund das Werkstätten-Konzept zum Start des Ladengeschäfts.

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