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Aus der Pfrontener Disco »Hirsch Inn« wird die Eventlocation »Jawoll«

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Von: Selma Höfer

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Kilian Trenkle und Marein Toplak
Kilian Trenkle und Marein Toplak haben die Disco „Hirsch Inn“ übernommen und daraus das „Jawoll“, eine Eventlocation für Hochzeiten, Partys und Firmenfeiern gemacht. © Simon Toplak

Pfronten – Der Hirsch und die Geweihe sind verschwunden, alles wirkt moderner und die Holztische glänzen im Tageslicht, das durch neu eingebaute Fenster in den Raum fällt: Aus der Dorfdisco „Hirsch Inn“ wurde das „Jawoll“, eine Eventlocation für Hochzeiten, Partys und Firmenfeiern. 

Zwei Jahre dauerte die Umgestaltung der Pfrontener Disco. Als Marein Toplak und Kilian Trenkle erfuhren, dass das Haus zu haben ist, ließen sie sich diese Chance nicht entgehen. Sie erarbeiteten ein neues Konzept für die Lokalität. Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung zeigte sich, dass der Bedarf an einem solchen Angebot hoch und die Lust zu feiern groß ist.

Die Geschwister waren sich einig: Es fehlt ein Ort, wo junge Leute feiern können. „Wir mussten uns allerdings ein kreatives Konzept überlegen. Eine reine Dorfdisco, das geht so nicht mehr“, sagte Trenkle. Aus der anfänglichen Idee wurde nach und nach eine Vision.

Ganz so einfach war der Weg dahin allerdings nicht. „Ich wusste anfangs nicht, worauf ich mich einlasse“, gab Trenkle schmunzelnd zu. „Ich sage mal so: ‚Man baut die Brücke, auf der man geht.‘ Und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Rund zwei Jahre vergingen von der Übernahme bis zur Eröffnung. In dieser Zeit gab Kilian Trenkle selbst seiner Frau das Jawort, plante die eigene Hochzeitsfeier und freute sich auf die Geburt seines Sohnes.

Reibungsloser Umbau

Der Umbau verlief nach Plan, trotz der Pandemie habe es keine Verzögerungen gegeben, erzählte Toplak. Was auch daran gelegen haben dürfte, dass die beiden alle Aufträge frühzeitig an Betriebe aus der Region verteilten. Die neuen, schmiedeeisernen Geländer und Verstrebungen im oberen Teil des Saals machte Vater Philipp Trenkle, der Kunstschmied ist.

„Ich bin Produkt- und Markendesigner und habe ein Faible dafür, guten Produkte einen guten Namen zu geben“, erklärte Trenkle. Er wollte etwas Eingängiges, traditionell und mit einer positiven Wirkung. „Gehen wir heute noch weg? – Jawoll!“ Es sei wie ein erfreuter Kampfschrei. Lebensbejahend und im hiesigen Sprachraum bekannt. Kreativ austoben konnte er sich auch bei den Details. So heißt zum Beispiel die Bar im ersten Stock „Obadobar“ und auf den eigens designten Bierdeckeln steht „Wish you were ...Beer“.

Wir hatten früher zahlreiche Möglichkeiten, um wegzugehen. Für die Jugend heute sieht das ganz anders aus.“

Marein Toplak, Eventmanagerin im „Jawoll“

Toplak und Trenkle sind waschechte Pfrontener. „Wir hatten früher zahlreiche Möglichkeiten, um wegzugehen. Für die Jugend heute sieht das ganz anders aus. Dabei ist Tanzen wirklich wichtig,“, sagte Toplak mit Nachdruck. „Zudem lernt man das Tanzen nur im Club“, bestätigte ihr Bruder.

Die beiden sind ein eingespieltes Team. Bereits seit 13 Jahren arbeiten sie zusammen. Damals entwarf der Yoga begeisterte junge Mann einen Handstandtrainer. Unter dem Namen „FeetUp“ begannen die Geschwister diesen produzieren zu lassen und zu vermarkten. Zwischenzeitlich kamen zahlreiche weitere Produkte für Fitness- und Yogaübungen dazu. Im „Jawoll“ ist Trenkle der Geschäftsführer, seine Schwester übernimmt das Eventmanagement.

Hauseigene Partys

Während der Umsetzung ihres Konzepts und der Umbauarbeiten habe sich ein Team herauskristallisiert. Zu diesem gehören Kilian Vogtland und Christian Fleckinger, die sich um die Technik kümmern und als „Resident-DJs“ für elektronische Tanzmusik sorgen.

Denn das erste Wochenende eines jeden Monats ist für hauseigene Partys reserviert. Dafür ließen sie eine hochqualitative Soundanlage einbauen. „Eine der besten im Ostallgäu“, sagte Toplak stolz. Ein besonderes Highlight sind die „Mieze Katze“-Electro Partys. Die erste Party dieser Reihe fand am 5. August statt. Die Feier war, wie Toplak berichtete, ein voller Erfolg und bislang am besten besucht – obschon bei allen bisherigen Veranstaltungen viel los gewesen sei. „Ab und zu muss man einfach feiern. Man muss das Leben zelebrieren“, davon sind die Geschwister überzeugt.

Marein Toplak und Kilian Trenkle freuen sich auf all das, was nun kommt. Viele Hochzeitsfeiern sind bereits in Planung und für weitere Partys gehen die Ideen nicht aus. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann das über die Facebook-Seite des „Jawolls“ tun oder der Eventlocation auf Instagram folgen. Unter www.jawoll-pfronten.de sind alle Infos und Links zu finden.

„Tu mir den Gefallen und tu des genießen“, zitierten die Geschwister den Komiker Teddy Teclebrhan. Das ist, was sich die beiden wünschen: Dass ihre Gäste ausgelassen sein können, Spaß haben und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

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