Polizeichef Edmund Martin ist zufrieden

Osterwochenende: Füssener Polizei zieht positive Bilanz

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Zwar stellte die Füssener Polizei am Wochenende einige Verstöße fest, im Großen und Ganzen blieb es aber ruhig.

Füssen/Landkreis - Im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Verhalten der Bürger über die Osterfeiertage zeigt sich Füssens Polizeichef Edmund Martin. Die meisten hätten sich bis Ostersonntag an die Beschränken gehalten. Dennoch mussten seine Beamte verschiedene Verstöße anzeigen.

Nach Angaben des Leiters der PI Füssen stellten die Füssener Beamten bereits am Karfreitag in den Bereichen relevanter Ausflugsziele, vor allem am Forggensee, Weißensee und Hopfensee, und auch darüber hinaus zahlreiche Bürger fest. Im Laufe des Tages sei die Zahl dann spürbar angestiegen.

Bei den Personen habe es sich fast ausschließlich um Einheimische gehandelt, viele seien mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Die Sperrungen der Parkplätze sei größtenteils beachtet worden.

Teils sei zwar vor der Absperrung geparkt worden, aber auch dabei habe es sich fast ausschließlich um Einheimische aus dem Raum OAL, OA und KE gehandelt, so Martin. "Die Bürgerinnen und Bürger haben sich größtenteils an die Regelungen der Rechtsverordnung gehalten." Auswärtige seien dagegen so gut wie keine festgestellt worden. "Eigentlich ein ruhiger Karfreitag!"

Die Reaktionen der kontrollierten Personen seien ausschließlich freundlich und verständnisvoll gewesen. Insgesamt seien bis 17 Uhr 251 Kontrollen vorgenommen worden. Es wurden hierbei 19 Verstöße festgestellt, die mündlich verwarnt werden konnten.

Viele Menschen wollen raus

Am Samstag seien bei den Kontrollen insbesondere nach Mittag immer mehr Bürger im Freien angetroffen worden. "Überwiegend handelte es sich hierbei um Spaziergänger und Radfahrer." Diese seien vor allem am Weißensee, Forggensee, Hopfensee, Schwansee und Alpsee festgestellt worden. Rund 70 Prozent der festgestellten Kennzeichen seien von auswärts gewesen, darunter viele aus Baden-Württemberg, München, Augsburg und Starnberg. 

Laut den eingesetzten Streifen sei ersichtlich gewesen, dass viele Leute die Natur suchten. "Insgesamt kann gesagt werden, dass das Personenaufkommen am Nachmittag im Vergleich zum Vormittag massiv zugenommen hat", so Martin. 

Alle auswärtigen Bürger, die durch die Streifen kontrolliert wurden, gaben triftige Gründe für ihr Herkommen an. Ob diese alle tatsächlich der Wahrheit entsprachen, konnte meistens nicht ermittelt werden. Die Glaubwürdigkeit stand des Öfteren in Frage. Andere seien verwarnt und höflich gebeten worden, die Heimreise anzutreten.

Die kontrollierte Personen hätten überwiegend freundlich und verständnisvoll reagiert. In Diskussionen  hätten viele Bürger aber die verhängten Ausgangsbeschränkungen nicht nachvollziehen können. 

Insgesamt stellten die Beamten bei 131 Kontrollen 42 Verstöße fest, die bis auf vier alle  mündlich verwarnt worden seien.

Augsburger Kiffer in Weißensee unterwegs

Am späten Samstagabend stellte eine Streife in Weißensee drei männliche Personen aus dem Augsburger Raum fest. Im Zuge der Kontrolle konnten beim Fahrer drogentypische Auffälligkeiten festgestellt werden. Da ein daraufhin vorgenommener Drogenschnelltest positiv auf THC verlief, musste sich der Fahrer Blut abnehmen lassen.

Außerdem fanden die Beamten bei der Durchsuchung des Mannes Marihuana und im näheren Umfeld zwei angerauchte Joints und weiteres Betäubungsmittel. Wem der Dreien die restlichen Drogen zuzuordnen sind, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Nachdem sie keinen triftigen Grund für den Aufenthalt in Füssen nennen konnten, erwartet die Drei zusätzlich noch eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. 

Am Ostersonntag konnten am Nachmittag erneut deutlich mehr Personen und Fahrzeuge im Dienstgebiet angetroffen werden. Auffällig viele Radfahrer waren unterwegs. Der Menschenansturm an den Seen selbst hielt sich am Ostersonntag aber in Grenzen. Auch wenige Auswärtige fuhren weiterhin auf den Straßen des Dienstgebietes. Keinem der Befragten war die Anfahrt nach Füssen zu weit, um einen Spaziergang zu unternehmen. Motorradfahrer waren ebenfalls unterwegs. 

Frankfurter werden angezeigt

Wie auch am Vormittag zeigten sich die meisten kontrollierten Personen gegenüber den Polizeibeamten verständnisvoll.Vereinzelt musste die Polizei die Bürger allerdings genauer auf die Ausgangsbeschränkungen hinweisen. Teilweise wurden auch auswärtige höflichst gebeten, die Fahrt ins Allgäu zu überdenken. Darüber war nicht jeder erfreut. 

So fuhr eine Frau aus Eisenberg eine Ortschaft weiter, um dort fremde Bauernkatzen zu füttern. Des Weiteren reiste ein älteres Ehepaar sogar von Frankfurt an den Schwansee, um dort erst zu wandern und dann in ihrem Auto zu nächtigen. 

Am Nachmittag wurden zwei Augsburger in ihrem Auto angetroffen. Diese wollten in Schwangau zum Wandern gehen. Ein Nachweis über eine Verwandtschaft oder Wohngemeinschaft konnte keiner der Kontrollierten vorzeigen. 

Auch ein Rollerfahrer der lediglich auf Spazierfahrt war, konnte keinen triftigen Grund nennen warum er unterwegs ist. All dies ist grundsätzlich untersagt und zieht eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz mit sich. 

Ganztägig war der Verkehr verhältnismäßig ruhig. Immer wieder konnten vereinzelt auswärtige Kennzeichen festgestellt werden. Grundsätzlich fuhren am Ostersonntag mehr einheimische Kennzeichen auf den Straßen als auswärtige.

Alle auswärtigen Bürger wollten aufgrund verschiedenster Begründungen die Natur im Dienstgebiet genießen. Bis 17 Uhr nahmen die Beamten 113 Kontrollen vor, wobei insgesamt 56 Verstöße festgestellt wurden. In 48 Fällen sprachen die Beamten eine mündliche Verwarnung aus.

kb

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