Keine Einigung: Der Hauptausschuss diskutiert über die künftige Nutzung des Festplatzes

Ausschuss diskutiert über künftige Nutzung des Füssener Festplatzes

Festplatz in Füssen
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Eine endgültig Entscheidung steht weiterhin aus: Die Zukunft des Füssener Festplatzes in der Kemptener Straße bleibt vorerst ungeklärt.
  • VonAlexander Berndt
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Füssen – Wie soll der Festplatz in der Kemptener Straße künftig genutzt werden? Darüber diskutierten jetzt die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. Für Diskussionsbedarf sorgte dabei vor allem die Frage, ob Lkws auch künftig auf der Fläche geparkt werden dürfen. Eine Einigung konnte vorerst jedoch nicht erzielt werden. Stattdessen soll eine Entscheidung im Rahmen eines Mobilitätskonzepts getroffen werden. 

Während ein bestimmter Teilbereich des Platzes nach wie vor für Volksfeste, Zirkusse, Flohmärkte sowie Open-Air-Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll, stand die Überlegung im Raum, auf dem übrigen Areal gebührenpflichtige Stellplätze für Pkw, Busse und Lkw sowie einen Standort für Wohnmobile einzurichten.

Darüber hinaus sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU), er könne sich vorstellen, dort Ladesäulen für Elektroautos zu installieren, „um für die Elektromobilität gerüstet zu sein“. Schnell zeigte sich in der Diskussion aber, dass sich die Ausschuss-Mitglieder in erster Linie darüber uneins waren, ob Lkw-Fahrern weiterhin erlaubt sein sollte, dort ihre großen Fahrzeuge abzustellen.

SPD-Ratsfrau Ilona Deckwert regte dazu allgemein an, dass all die mit der Nutzung des Festplatzes verbundenen Fragen im Rahmen eines – allerdings gleichfalls noch zu erstellenden – Mobilitätskonzepts geklärt werden sollten. Etwas mehr ins Detail ging dagegen Christine Fröhlich (FWF), die sich eindeutig gegen einen Lkw-Parkplatz dort auf der großen Fläche aussprach. Schließlich sei der Platz ihrer Meinung nach „für Lkw eigentlich nicht geeignet“. Damit erntete sie allerdings Widerspruch von Peter Hartung (CSU), der betonte: „Lkw per se würde ich nicht von vornherein ausschließen.“

Ihre Zustimmung äußerte Fröhlich indes für die Einrichtung eines Wohnmobil-Standortes, denn: „Wir brauchen als Stadt ein vernünftiges Angebot in dieser Beziehung.“ Dies sahen Zweiter Bürgermeister Christian Schneider (Füssen-Land) und Thomas Meiler (CSU) wiederum ganz anders. Beide sprachen sich deutlich gegen eine Anlage für Wohnmobile an dieser Stelle aus. So fragte Schneider etwa, ob man damit nicht mit privaten Anbietern konkurriere. Meiler unterstrich unterdessen: „Wir haben genügend Wohnmobil-Stellplätze in Füssen!“

Bevor man sich im Ausschuss schließlich darauf einigte, weiter an dem Thema dranzubleiben, betonte nochmals Deckwerth, sie sei in dieser Angelegenheit „offen für alles.“ Wichtig sei allerdings „eine ruhige, gute Planung.“

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