Außerferner Feuerwehren ziehen Bilanz

Brennpunkt Fernpassstraße

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Angeführt von der Bürgermusikkapelle Höfen marschieren die Vertreter der Außerferner Wehren in die Hahnenkammhalle.

Höfen/Lechtal – Zum 118. Bezirksfeuerwehrtag haben sich heuer die Außerferner Feuerwehren in Höfen getroffen. „Wir sind im Bezirk gut aufgestellt und feuerwehrtechnisch ist die Sicherheit gewährleistet”, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant (BFK) Dietmar Berktold zu Beginn seines Tätigkeitsberichts.

Im Bezirk gibt es 40 Freiwillige Feuerwehren, eine Betriebsfeuerwehr (Plansee) und 18 Jugendgruppen. Die 37 Gemeinden sind in fünf Abschnitte eingeteilt und stellen mit Aktiven, der Reserve sowie der Feuerwehrjugend 2946 Feuerwehrmänner und -frauen. Dass diese sehr aktiv sind, zeigen die regen Teilnahmen an den verschiedenen Wettbewerben im Bezirk – aber auch außerhalb. 

Auch um den Nachwuchs ist es nicht schlecht bestellt: in den 18 Jugendfeuerwehren engagieren sich 47 Mädchen und 122 Burschen. Sie waren 2016 bei 468 Anlässen 13.508 Stunden im Einsatz. Dazu gehörten neben Proben und Bewerben auch kirchliche Anlässe und die Friedenslichtaktion. 

Sehr umfangreich war der Rückblick von Konrad Müller als Bezirksfeuerwehrinspektor (BFI). Er berichtete von 757 Einsätzen und 136 Übungen der Außerferner Wehren. In der Einsatzstatistik kam der Abschnitt Reutte auf 304, Zwischentoren auf 229, Tannheimertal auf 93, Oberes Lechtal auf 79 und das untere Lechtal auf 52 Einsätze. Bei dem Brandeinsätzen stand ein Gebäudebrand in Häselgehr mit einem Schaden von 600.000 Euro an der Spitze, gefolgt von einem Hausbrand in Bschlabs mit einem geschätzten Schaden von 300.000 Euro. 

Ein großer Teil der Einsätze liege aber mittlerweile auf der Straße, sprich bei Verkehrsunfällen. Hier stehen die Feuerwehren oft vor großen Herausforderungen, wobei psychisch und technisch alles von den Einsatzkräften abverlangt werde. Hauptbrennpunkt ist hier immer wieder die Fernpassstraße, wo es permanent zu schweren Unfällen komme. 

Statistisch gesehen rückten im Jahr 2016 5479 Männer und Frauen zu Einsätzen aus, bei denen sie knapp 8800 Einsatzstunden leisteten. In den Grußworten von Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, Bezirkshauptmann Konrad Geisler und Höfens Bürgermeister Vinzenz Knapp erklärten sie, dass das ehrenamtliches Engagement der Feuerwehren im Bezirk nicht nur unverzichtbar sei, sondern auch unbezahlbar. Dafür gebühre ihnen der Dank der gesamten Bevölkerung.

 Landesfeuerwehrinspektor (LFI) Alfons Gruber sagte, dass sich so mancher Brandbekämpfer immer wieder die Frage stelle „warum tue ich mir den Feuerwehrdienst an”. Denen antworte er: „Es ist die Bereitschaft jedes einzelnen für die Sicherheit der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.” Er dankte anschließend den Kommunen für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, damit die Feuerwehr optimal ausgerüstet ihre Einsätze absolvieren kann.

ed

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