SPÖ spricht sich gegen einen Scheiteltunnel am Fernpass und für Soziales Wohnen im Klosterareal aus

Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor

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Vor der neuen Parteizentrale der SPÖ in Reutte (v.l.) präsentieren der scheidende Vorsitzende Walter Berktold, sein Nachfolger Stefan Zaggl und dessen Stellvertreter Gottfried Strauß mit dem Geschäftsführer Lukas Matt die künftigen Ziele der SPÖ.

Reutte – Ihre Prioritäten für die Zukunft haben jetzt die Außerferner Sozialdemokraten in ihrer neuen „Parteizentrale“ am Zeiller-Platz vorgestellt. Nachdem sie sich mit 100 Prozent für ihren neuen Vorsitzenden Stefan Zaggl entschieden hatten, wollen die Genossen nun durchstarten.

Der 36-jährige Stefan Zaggl, Betriebsrat bei Plansee, Vater zweier Kinder und Maschinenschlosser führt die Bezirkspartei auch als Spitzenkandidat in die kommenden Landtagswahlen. Ihm zur Seite steht allen voran Gottfried Strauß Betriebsrat bei der AST als Stellvertreter. 

In einer „Phase der Erneuerung“ der SPÖ in Tirol wartet auf die Gruppe aus Reutte eine besonders große Aufgabe. Schließlich hat sich die SPÖ im Außerfern doch von einigen Ortsgruppen und Hochburgen letztlich auf die Marktgemeinde Reutte reduziert und konnte auch dort das vorhandene Potential, mit nur einem Mandat im Gemeindeparlament, nicht wirklich ausschöpfen. Wieder eine funktionierende Struktur aufzubauen wird also das große Anliegen sein. 

Die Vorarbeit dazu hatte als Übergangsvorsitzender, wie er sich selbst bezeichnete, Walter Berktold geleistet. Er habe dafür gesorgt, dass der neue Vorstand schneller ins Arbeiten kommen würde, wurde festgestellt. Das Ziel der „Neuen“: wieder mitbestimmen und für die Leute ohne Lobby zu arbeiten. 

Dem Verkehrsproblem auf der Durchzugsstrecke ist für die SPÖ mit einem Scheiteltunnel am Fernpass nicht beizukommen. Man erklärt sich definitiv als Gegner dieses Vorhabens und will diese Stellung auch durch Beschlüsse in Innsbruck untermauert wissen. 

Die Genossen bringen dagegen eine Bahnverbindung vom Außerfern ins Inntal ins Spiel und könnten sich sogar vorstellen daraus ein „EU-Projekt mit Zukunft“ zu machen. „Man darf doch durchaus Visionen entwickeln. Dass sich ein Trend, weg vom Individual–Verkehr, abzeichnet, ist uns klar. Mit zukunftsorientierten Lösungen kann man die Belastungen der Anrainerbevölkerung entlang der B 179 hintanhalten“ meinte dazu Stefan Zaggl. 

Daneben soll nach Ansicht der Sozialdemokraten künftig das Klosterareal im Zentrum des Marktes dem Sozialen Wohnen dienen. Man stellt sich dort ein Zusammenleben von älteren Menschen mit Jungfamilien mit leistbarem Wohnraum vor. 

Strauß folgt auf Triendl 

Das Gewerbegebiet östlich und westlich der Allgäuer-Straße soll nach Auffassung der Reuttener Sozialdemokraten erweitert werden, um Betriebsansiedlungen zu ermöglichen und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Standpunkte im Reuttener Gemeinderat in Zukunft zu vertreten wird Aufgabe von Gottfried Strauß sein. Er wird das Mandat im Reuttener Gemeinderat von Helmut Triendl übernehmen. 

„Mit dem neuen Team werden wir in Reutte wieder auf Touren kommen und der Bezirk wird seinen Teil zu einem positiven Wahlergebnis auf Landesebene beitragen,“ gab sich Vorsitzender Stefan Zaggl optimistisch. Er wird bald die Ausbildung im Betriebsräte-Kolleg der AK durchlaufen und sich dort das „Know-how“ für seine politische Arbeit holen.

Hans Nikolussi

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