Coby Grant begeistert mit Eigenkompositionen auf der Akustikgitarre

Stimmgewaltig und gefühlvoll

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„Alle Songs, die ich schreibe, kommen direkt aus dem Herzen“, sagt Coby Grant aus Perth vor den Mitgliedern des Kulturvereins Kunst Halle im Magnuspark in Füssen.

Füssen – Gefühlvolle Lieder hat jetzt Coby Grant auf der Musikbühne im Magnuspark präsentiert. Dabei begleitete sie sich selbst auf der Akustikgitarre. Mit ihrem gekonnten Auftritt begeisterte sie ihre Zuhörer, die allerdings nicht sehr zahlreich in die Kunsthallen am Lech geströmt waren.

Ihr Auftritt dürfte allerdings dafür gesorgt haben, dass sie hier ein paar neue Fans gewonnen hat. Füssen war nur eine Station auf der großen Tournee. Coby Grant, die vor 19 Jahren in Perth in Australien geboren wurde, liebt es, auch in Clubs in Europa aufzutreten. Ihren Fankreis konnte die stimmgewaltige Musikerin in der Kunsthalle am Lech noch weiter vergrößern, auch wenn das Publikum nicht in Scharen zu diesem schönen Auftritt gekommen war. 

Erfolg in Skandinavien 

Den Zuhörer erzählt Coby Grant aus ihrem Leben. Die Ansagen vor den romantischen Songs waren fesselnde Berichte. Dass richtig viel Geld durch Arbeit in einem Call Center zu verdienen sei, habe sie nicht davon abhalten können, ihren Traum von der Freiheit zu verwirklichen: „Musik machen“. 

Coby Grant begleitet sich souverän auf der Akustikgitarre. Sie trifft selbst die hohen Töne, die ihre gefühlvollen, selbst geschriebenen Lieder auszeichnen. Feuer und Flamme sein für die Frau, die auf der Bühne in Füssen – wie ein Mädchen – ihr Tagebuch aufschlägt, fällt von Song zu Song immer leichter. 

Letztlich wünscht man Coby Grant, dass sie künftig möglichst nicht mehr, wie jetzt vor ihrem Gastspiel in Füssen, auf den Verkehrsfluss warten muss. Dass sich künstlerische Hartnäckigkeit lohnt, zeigte sich zuletzt in Skandinavien: Dort lief ihr „Song About Me“ in vier verschiedenen Ländern in einem Werbespot. Ihr Bruder, der in Schweden lebt, sei Vater geworden. 

„Das schönste Baby in der Welt“ behauptet Coby Grant als Tante. Als Künstlerin bietet ihr das Leben als Single genügend Stoff für weitere tolle Songs. Dass der Ohrwurm am Ende des ersten Teils ihres Auftritts vom großen Boss Bruce Springsteen stammt, ist beileibe kein Manko. Denn Coby Grants Interpretation von „I`m on fire“ krönte früh den Abend. 

Kulturplattform etablieren

 Die Australierin ziert außerdem die Titelseite des Jahresprogramms des neuen Vereins „Kunst Halle”, das er jetzt veröffentlicht hat. Der Verein lädt hier zu zahlreichen Veranstaltungen ein, die in erster Linie mit Bildender Kunst und Musik aufwarten. „Wir wollen als Kulturplattform wahrgenommen werden. 

Aus diesem Grund wird es bei uns in der Halle im Magnuspark auch Literaturabende geben“, betonte Oliver Blaum aus dem Vorstandsteam. Geplant sei deshalb zum Beispiel Poetry Slam. Einen Überblick übers aktuelle Angebot gibt ein Flyer.

cf

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