Schüler der PTS feiern ihren Abschluss

PTS blickt zurück

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Gemeinsam mit ihren Fachbereichslehrern stellten sich die erfolgreichen Absolventen des „Polytura“ zum Foto: Sibylle Preindl (hinten v.l., Lehrerin), Mario Seidelmann), Tatjana Posch, Angelika Salvenmoser und Tobias Petrini sowie Dagmar Leichtfried (vorne v.l.), Elisa Fink, Patricia Zotz, Peter Lercher.

Reutte – Gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern ließ die Direktion und der Lehrkörper der Polytechnische Schule (PTS) vergangene Woche das abgelaufene Schuljahr ausklingen. Erstmals fand die Abschlussveranstaltung aber nicht in der Schule, sondern in den Räumen der „Kellerei“ statt.

Direktorin Barbara Tlusty konnte neben den Eltern unter den Gästen auch Pflachs Bürgermeister Helmut Schönherr und seinen Breitenwanger Kollegen Hans-Peter Wagner sowie die Leiterin der NMS Tannheim, Gabi Wechselberger, und den Kollegen der NMS Reutte-Untermarkt, Gerfried Breuss, begrüßen. Seit 1966 besteht die Möglichkeit, in der PTS ein berufsbezogenes Anschlussjahr an die Pflichtschulzeit zu absolvieren. Diese Chance wurde im abgelaufenen Schuljahr von 87 Schülern genutzt. 

Neues Projekt 

Vorgestellt wurde der Schulversuch „PTS 2020“. Als eine von zehn Pilotschulen österreichweit wirkt die PTS Reutte bei dem Schulversuch „PTS 2020“ des Bundesministeriums mit. Ziel ist es, die Polytechnischen Schulen attraktiver zu machen sowie eine verstärkte Individualisierung des Unterrichts, um zielgerichtet Talente zu erkennen und zu fördern. Das Schuljahr wird dabei in vier Phasen unterteilt: Phase 1: Orientierung (Kompetenzanalyse, Kennenlernen der Berufswelt), Phase 2: Berufsfeld (Grundkompetenzen aus Technik/Human kreativ/Wirtschaft), Phase 3: Spezialisierung durch aufbauende Inhalte in sieben Fachbereichen. 

In der Schlussphase arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Fachbereichen schließlich jeweils an einem gemeinsamen Projekt wobei die erworbenen Kompetenzen angewendet werden können. So entstanden unter anderen im Bereich Holz/Bau ein Spielhaus für den Kindergarten Mühl, ein Jugendtreff in Pflach sowie Regalen inklusive Beleuchtung für die Bücherei Breitenwang. 

Drei Prüfungen 

Weiter wurde das Projekt „Taschensonnenuhr“ und der Bau eines behindertengerechten Elektrorollers (Fachbereich Technik) umgesetzt. Angelehnt an das Matura (Abitur) stellten sich freiwillig vier Schülerinnen und ein Schüler den hohen Anforderungen des „Polytura“ – einer Zertifizierung zur Berufseignung und deren Schlüsselkompetenzen. Neben einer schriftlichen und mündlichen Prüfung in ihren jeweiligen Fachbereichen mussten die „Polyturanten“ eine praktische Prüfung ablegen – „wobei die Latte sehr hoch gelegt war“. 

Weiter wurden aus den sozialen Bereichen Pflegefit/Babyfit und Babysitten, die erfolgreiche Teilnahme an einem Jugendrotkreuz-Projekt sowie an einem Bücherei-Quiz mit Auszeichnungen honoriert. „Das Schuljahr war abwechslungsreich und spannend zugleich und wir haben uns alle mit Erfolg eingebracht“, resümierte Schulleiterin Barbara Tlusty.

ed

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