"Sehr ökologische Verkehrspolitik"

Im Zuge des B17-Ausbaus baut Gemeinde Schwangau einen neuen Geh- und Radweg

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Beginn oder Ende, ganz wie man will: Ab der Seitenstraße Schelleweg (links) wird die Ortsdurchfahrt Schwangau auf rund 1,3 Kilometern Länge bis zur Einmündung des König-Ludwig-Weges in die Münchener Straße umgestaltet.

Schwangau - Die Planungen für den Ausbau der Bundesstraße B17, an dem sich die Gemeinde der Königsschlösser mit dem Bau eines Geh- und Radweges beteiligen möchte, nahmen  den zeitlich breitesten Raum der Sitzung des Kommunalparlaments ein.

Eine Maßnahme der Bundesrepublik Deutschland wird die Gemeinde Schwangau somit im nächsten und übernächsten Jahr recht erheblich betreffen, betonte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Bürgermeister Stefan Rinke.

Die Schaffung eines neuen Geh- und Radweges entlang der B17 bestätige dabei, dass Schwangau „eine sehr ökologische Verkehrspolitik“ verfolge, wie Rinke den Gemeinderäten erklärte. Und während er hinzufügte, dass man hierbei „für die Anlieger alles so erträglich wie möglich“ über die Bühne bringen wolle, appellierte er gleichzeitig daran, dass von den Bauarbeiten betroffene Grundeigentümer die Maßnahme „mit einer kleinen Grundabtretung unterstützen“ mögen. 

Über die genaueren Ausbau-Planungen der Ortsdurchfahrt durch Schwangau informierte die ziemlich vollzählig versammelten Gemeinderäte indes Michele Mongella von der Firma „Wipflerplan“, die mit der Leitung der infrastrukturellen Umgestaltung betreut ist. Demnach erstreckt sich der Ausbau der B17 im Gebiet von Schwangau laut Mongella über ungefähr 1,3 Kilometer und er kostet rund drei Millionen Euro, wovon die Gemeinde Schwangau „nach Abzug aller Zuschüsse“ etwa 500.000 Euro selbst zahlen muss. Von Horn aus kommend soll der neu auszubauende Rad- und Gehweg in Höhe des Schellewegs beginnen und bis zum König-Ludwig-Weg gehen. Die B17 soll dabei von acht Metern auf sieben Meter Breite zugunsten des zweieinhalb Meter breiten Geh- und Radweges verschmälert werden. 

Im Zuge der in verschiedenen Bauabschnitten getätigten Infrastrukturmaßnahmen sollen so auch die innerhalb des ausgebauten Areals liegenden vier Busbuchten mit Bushaltestellen verändert und barrierefrei gestaltet werden, betonte Mongella weiter und fügte hinzu, dass im Bereich „Kröb“ auch die Kanalisation ausgetauscht werde. Die gesamten Arbeiten werden voraussichtlich bis 2021 dauern, während bis 2022 „mit Restarbeiten“ zu rechnen sei.

lex

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