Bahnhofstraße bleibt zu

Vorerst wird es keine Entlastung der verfahrenen Verkehrssituation in Füssen durch die Öffnung der Bahnhofsstraße geben. Nachdem es bereits einen Stadtratsbeschluss zur Öffnung der Straßenverbindung in den Füssener Westen gibt, hatte der Stadtrat Dr. Martin Metzger (Bürger für Füssen) einen Antrag auf provisorische Öffnung gestellt. Die würde allerdings einige 10000 Euro Kosten und deshalb vorerst nicht realisiert. Kritik gab es dabei auch an der Polizei.

Er habe persönlich auch die Öffnung der Bahnhofsstraße gen Westen favorisiert, gestand Paul Iacob (SPD). Der Rathauschef glaubt auch nicht an eine schnelle Realisierung des großen Kreisverkehrs mit dem Durchstich durch den Freyberggarten. Man sei aber in Gesprächen mit den Beteiligten, um eine kurzfristige Lösung zu finden. Gegen den Antrag, vor allem gegen die Öffnung sprächen allerdings viele Gründe, so Iacob. Dabei ist das schlagendste Argument, dass die bisherigen Besitzer der Straße die Bausubstanz haben verkommen lassen, es müssten nach Einschätzung einer Baufirma wenigsten rund 80000 Euro für eine provisorische Teerdecke investiert werden, um einen unfallfreien Verkehr zu ermöglichen. Auch sei die Frage der Förderung nicht geklärt, so Iacob, es könnte sein, dass die Stadt Gelder verliert, würde nur eine Teilbaumaßnahme realisiert. Das müsse zunächst abgeklärt werden, desweiteren muss auch der Besitzer des hinteren Bahnhofsgeländes, die Aurelis Asset GmbH, die die Immobilien der Deutschen Bahn verwaltet, ihr Gelände abtreten. Das ist bislang nicht geschehen, der alte Güterschuppen muss abgebrochen werden. Metzger zog noch während der Diskussion seinen Antrag zurück, er sei sich nicht im Klaren gewesen, dass zunächst der Straßenzustand verbessert werden müsste. Polizei gefragt Daneben gibt es aber noch das ungelöste Problem, wie die Verkehrssicherheit für die mehr als 1000 Pendler zwischen Bus und Bahn, darunter auch viele Schulkinder im Bereich des Bahnhof selbst, zu gewährleisten ist. Kritik gab es hierbei vor allem an der Verkehrspolizei, die das Vorhaben abgelehnt hatte. Jürgen Doser (FW) monierte, dass man immer nur gesagt bekomme, wie es nicht geht. „Sie sagen uns aber nicht, wie es gehen könnte“ , so Doser in Richtung der Polizei. Dabei treffe das Verkehrsproblem schließlich jeden Bürger in der Stadt. Und man sollte nicht wieder Jahre vergehen lassen, ehe etwas unternommen werde.

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