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Grenzkontrolle bei Füssen endet für Rumänen im Gefängnis

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Von: Matthias Matz

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Polizist verhaftet Mann
Nachdem bei dem Rumänen die Handschellen klickten, sitzt er mittlerweile in der JVA Kempten ein um seine Reststrafe zu verbüßen. © Bundespolizei/Jacob Maibaum

Füssen/Krefeld – Am Sonntagnachmittag hat die Bundespolizei am Grenztunnel einen per Haftbefehl gesuchten Rumänen festgenommen. Der Mann ist kein Unbekannter. 

Unter anderem hatte der Rumäne nach Angaben der Bundespolizei bereits wegen schweren Bandendiebstahls in Haft gesessen und war später abgeschoben worden. Mit der Wiedereinreise des Gesuchten klickten nun erneut die Handschellen. DEr sitzt mittlerweile in der JVA Kempten ein. Ihn erwartet nun noch eine Restfreiheitsstrafe von über einem Jahr und zwei Monaten.

Die Kemptener Bundespolizisten stoppten in der Kontrollstelle auf der A7 einen mit vier Männern besetztes Firmenfahrzeug mit rumänischer Zulassung. Die Kontrolle der Fahrgemeinschaft, die sich angeblich auf dem Weg nach Dornbirn befand, verlief jedoch nicht ohne Beanstandungen. Die Beamten fanden im Wagen ein Reizstoffsprühgerät ohne Prüfzeichen auf, das sie letztlich dem Fahrer zuordnen konnten. Der 44-Jährige erhielt eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Bei der Überprüfung eines 41-jährigen Insassen schlug hingegen der Fahndungscomputer an. Gegen den Mann lag seit fast drei Jahren ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Krefeld vor. Der Gesuchte war bereits Anfang 2017 vom Landgericht Krefeld wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, versuchten Bandesdiebstahls in sechs Fällen sowie Diebstahls und versuchten Diebstahls in jeweils zwei Fällen rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Aus der Strafhaft heraus war der Rumäne im März 2019 dann in sein Heimatland abgeschoben worden.

Das Ausländeramt Krefeld hatte dem EU-Bürger, der erstmals 2014 nach Deutschland eingereist war, aufgrund der begangenen Straftaten zudem sein Recht auf Freizügigkeit aberkannt und ihn mit einem bis 2024 gültigen Einreise- und Aufenthaltsverbot für die Bundesrepublik belegt. Die Behörde begründete ihre Entscheidung unter anderem damit, dass der Mann die überwiegende Zeit in Deutschland, drei von vier Jahren, hinter Gittern verbracht hatte.

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