Stipendiatenkonzert der Lions begeistert über 100 Zuhörer im Kaisersaal

Musikalischer Motivationsschub

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Bariton Mario Ruschel singt in italienischer Sprache beim Stipendiatenkonzert im Kaisersaal über das Sonnenlicht.

Füssen – Falls sie nervös bei ihrem Soloauftritt im ehrwürdigen Kaisersaal waren, dann ließen sich der talentierte Füssener Sänger Mario Ruschel und die acht begabten jungen Instrumentalisten davon nichts anmerken.

80 Minuten hat kürzlich das „Stipendiatenkonzert“ gedauert und die über 100 Zuhörer lauschten aufmerksam und spendeten den Nachwuchskünstlern verdienten Applaus. Dr. Christoph Langer, Präsident des Lions Club, der Stipendien an die Füssener Sing- und Musikschule fließen lässt, leitete die Sonntagsmatinee ein. Er nutzte die kurze Pause, die sich – bei Kirchenglockenklang – zwischen den zehn Programmpunkten anbot, indem er darauf hinwies, dass der Club mit sozialen Projekten und Förderung von Kultur dem Gemeinwohl diene. 

Im nächsten Schuljahr werden laut Langer elf musikalische Talente in den Genuss der Unterstützung durch die „Lions“ kommen. Ihren aktuellen Leistungsstand werden sie – wie ihre Vorgänger vergangenen Sonntag – ebenfalls dort demonstrieren, wo in der Regel Profis ihre Instrumente zupfen und streichen oder den Flügelklingen lassen: im Kaisersaal. „Das soll einen Motivationsschub geben“, so Schulleiter Robert Maul gegenüber dem Kreisbote. Den musikalischen Reigen eröffnete der junge Gitarrist Simon Echtler. 

Auf das gelungene Intro folgten Paul Keller am Violoncello und Franziska Heizmann an der Oboe mit ebenfalls starken Auftritten. Anschließend erlebte das Publikum die fulminante Performance des 13-jährigen Schlagzeugers Jonas Dreßen mit seinem Lehrer Severin Rauch, der im Musikschulteam neu ist. Sarah Maul am Klavier erntete mit einem souverän vorgetragenen Slawischen Tanz von Dworak ebenfalls starken Beifall des Publikums. Nicht nur der Lions-Präsident zeigte sich begeistert von dem hohen Niveau dieser Musikschülerinnen und -schüler, die ihre Nominierung zur Förderung rechtfertigten. 

"Positives Echo" 

Langer freut sich mit den Clubmitgliedern und sagte: Das Stipendiatenkonzert habe „bei den Zuhörer ein selbst für uns Lions überwältigend positives Echo gefunden“. Außerdem seien „nicht nur die tollen jungen Künstler gelobt wurden“. Vielmehr sei oft hervorgehoben worden, dass mit der Förderung der Kinder, die sich durch vorbildliches Engagement im musikalischen Bereich auszeichnen, eine „Lücke gefüllt wurde“. 

Herausragend aus seiner persönlichen Sicht war neben dem souveränen Auftritt von Kevin Huang als Pianist vor allem die „gefühlvolle Interpretation der Romanze von Max Bruch“. Judith Schweiger spielte dagegen die Bratsche. Ebenfalls beeindruckend waren die acht Querflötistinnen. Judith Braselmann war danach noch als Solistin zu hören. Mario Ruschel schließlich überzeugte vor allem mit seiner „samtweichen Stimme als Bariton, merkt Langer noch an.

Chris Friedrich

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