Der Spatenstich ist gemacht

Die Bauarbeiten für den Kindergarten im Weidach haben begonnen

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Im Weidacher Norden beginnt der Bau der neuen Kindertagesstätte mit AWO-Familienzentrum. Bis Anfang September des kommenden Jahres soll der Bau stehen.

Füssen – Bereits Anfang Juni 2019 lag die Baugenehmigung für den Kindergarten im Weidach vor. Fünf Jahre dauerte die Planung damals bereits (der  Kreisbote berichtete mehrfach). Am 2. März dieses Jahres war es endlich soweit.

Die Baumaßnahmen für die Kindertagesstätte mit AWO-Familienzentrum starteten mit den Erdarbeiten.

Die Bauzeit bis zur Fertigstellung – ohne Außenanlagen – wird voraussichtlich bis Anfang September 2021 dauern. Das gab die Stadt Füssen nun bekannt.

Anfang März haben die Bauarbeiten für den Neubau der Kindertagesstätte mit AWO-Familienzentrum im Weidach bereits begonnen. Es sollen dort in den nächsten beiden Jahren neben dem Familienzentrum insgesamt 80 Kindergarten- und zwölf Kinderkrippenplätze entstehen. Rund fünf Millionen Euro sind für dieses Projekt eingeplant. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit FAG-Fördermitteln und Zuwendungen aus dem Sonderprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung mit rund 2,2 Millionen Euro. Der Eigenanteil der AWO beträgt gute 55.000 Euro.

Ein Paket an Gewerken

Die Bauleitung für diese Maßnahme obliegt dem Architekturbüro Dorothea Babel-Rampp in Pfronten. Bereits im Frühjahr 2018 stimmte der Stadtrat mehrheitlich für den Entwurf der Pfrontener Architektin. Insgesamt übertrugen die Ratsmitglieder mittlerweile zwölf handwerkliche und bautechnische Arbeiten, sogenannte Gewerke. Damit gaben ein ganzes Paket an Gewerken in Auftrag. Somit bestehe nach Angaben der Stadt eine größtmögliche Kostensicherheit. Gegenüber der Kostenberechnung zeichne sich derzeit nur die konjunkturbedingt übliche Erhöhung von ungefähr acht Prozent ab.

Für die kostenintensivsten Gewerke erhielten die Firma Scheibel aus Füssen für knapp eine Million Euro den Zuschlag, mit den Zimmererarbeiten beauftragte der Stadtrat die Firma Häfele aus Marktoberdorf für knapp eine halbe Million Euro. Viele weitere Arbeiten wurden zusätzlich bestimmt. Diese sollen sich nach und nach anschließen. Im Anschluss an die genannten Beauftragungen der einzelnen Arbeiten erfolgte somit der endgültige Startschuss für den Neubau.

Wenn alles verläuft wie geplant, soll nach den Arbeiten am Rohbau, die Anfang März begannen, die Rohbaufertigstellung, einschließlich Zimmererarbeiten, bis Mitte November erfolgen. Es folgt daraufhin der Einbau der Fenster, inklusive Verglasung, ab Anfang November. Anschließend und voraussichtlich über den Winter werden dann die Heizung-, Lüftung, Sanitär- und Elektroarbeiten ausgeführt.

Seit fünf Jahren

Es begann Ende Juli 2017, als der Stadtrat nach einer bereits langen Besprechungsphase beschloss, auf den steigenden Bedarf an Kindergartenplätzen zu reagieren. Die damalige Planung sah noch einen Neubau auf einem knapp 3000 Quadratmeter großen Areal am Füssener Schulzentrum, an der Dr.-Enzinger-Straße vor. Ein Gelände, das der Suiter-Stiftung gehört. Da die Stiftung jedoch keine Grundstücke verkaufen darf, wollte die Stadt das Gelände per Erbbauvertrag 50 Jahre lang pachten. Dies hätte aber bedeutet: Der Kindergarten hätte womöglich nach 50 Jahren abgerissen werden müssen, wie Bürgermeister Paul Iacob (SPD) in einem Pressegespräch Ende August 2018 erklärte. 

Aus diesem Grund entschloss sich der Stadtrat für einen Neubau im Weidach, einem Wohnbaugebiet, das erst noch erschlossen werden musste. Während der Aufstellung des Bebauungsplans bekam die Stadt zudem starken Gegenwind: Einige Füssener befürchteten Hochwassergefahr durch den nahen Forggensee. Und auch ein benachbarter Hotelier war von dem Projekt nicht begeistert. Durch neue Ideen, wie das Thema Kneipp, einer zusätzlichen Gruppe und der Integration des Familienzentrums, mussten die Architekten die Pläne immer wieder überarbeiten und die Verwaltung das Gespräch mit der Förderbewilligungsstelle, der Regierung von Schwaben, mehrmals ersuchen.

Die Zeit drängt

Anfang Februar war der geplante und mittlerweile genehmigte Bau zuletzt Thema in der Stadtratssitzung. Zu diesem Zeitpunkt waren die Aufträge für die Bauarbeiten noch immer nicht vergeben (unsere Zeitung berichtete). Um die Förderungen nicht zu verlieren und den Zeitrahmen einhalten zu können, schlug die Stadtverwaltung dem Stadtparlament deshalb vor, den Bürgermeister für die Vergabe der Aufträge über rund 1,8 Millionen Euro zu ermächtigen. Nach einem einstimmigen Beschluss der Räte jeweils im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss, kam nun der Stein endgültig ins Rollen, der Spatenstich ist getan.

kb/sh

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