Spatenstich: "Vilser Bergbräu" bekommt eine neue Brauerei

Wie ein Sechser im Lotto

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Die Bauarbeiten für die neue Brauerei beim „Schwarzen Adler“ in Vils laufen bereits. Auch der Gasthof selbst soll noch saniert werden.

Vils – Der Erfolgsgeschichte „Vilser Bergbräu“ ist ein weiteres Kapitel hinzugefügt worden: Der deutsche „Malzkönig“ Andreas Hiby-Durst hat vergangene Woche im Beisein von Vertretern von Verwaltung, Wirtschaft und Politik den Spatenstich zum Bau einer neuen Brauerei zelebrieren lassen.

Wenn die Geschäftsführerin und der Investor in ihrem Doppelnamen das Wort „Durst“ führen, und der Betrieb sich mit der Herstellung von Gerstensaft beschäftigt, zwinkert selbst der Stier im Stadtwappen von Vils, der vom Logo der Flaschen aus der einzigen Stadt des Außerferns blickt. 

Das in Vils gebraute Lechweg-Bier hat seit Brauereistart 2013 seinen Weg gemacht, die Kapazitäten in der „alten“ Brauerei gegenüber waren nahezu am Limit und der Vertrag mit dem Besitzer war am Auslaufen. Der Entschluss an den angekauften „Schwarzen Adler“ – die „Maura“ wie der Gasthof in Vils liebevoll genannt wird – anzubauen, fiel also nicht schwer. 

Im zweigeschossigen Gebäude sollen das Sudhaus, Gär- und Lagertanks, eine Filtrationsanlage und eine hochmoderne Flaschen- und Fassfüllerei untergebracht werden. Vom typischen Braugasthof-Biergarten soll vom Interessierten durch Glasfronten die Entstehung des Gerstensaftes verfolgt werden können. 

Nicht der massenhafte Hektoliter-Ausstoß, sondern einzig und allein der Geschmack und die Frische stehen nach Aussagen der Firmenleitung im Mittelpunkt des Strebens. Man habe sich dem vielzitierten bayerischen Reinheitsgebot von 1516 verschrieben. 

In den Vilser Gerstensaft kommen demnach nur qualitativ hochwertigste Malze, ausgesuchte Aromahopfen, beste Hefestämme und natürlich – das Vilser Bergwasser. Im Dezember soll alles stehen, die Produktion am neuen Standort aufgenommen werden. Man peilt eine Verdoppelung des Ausstoßes an. 

"Adler" wird saniert 

Auch der „Schwarze Adler“ wird in diesem Zuge diverse Um- und Zubauten und einen Renovierungsschub erhalten. Ganz offen gestaltet, als Einheit von Stadtplatz, Kirche, Braugasthof und Brauerei, wird ein Kommunikationszentrum im Herzen der kleinen Stadt entstehen. 

Von Betreiberseite wurde viel Augenmerk auf die Miteinbeziehung heimischer Firmen ins Baugeschehen gelegt. Beinahe alle Gewerke am Neubau werden durch regionale Firmen erstellt. 

Nachhaltigkeit, nach dem Firmenmotto „Aus der Region für die Region“, war der Leitfaden dazu. Mit dem Entgegenkommen der Behörden und der Gemeinde und der raschen Abwicklung zeigen sich die Verantwortlichen mehr als zufrieden. 

„Vils ist neben der Zementstadt auch zu einer Braustadt geworden. Wir haben einen Lottosechser gemacht“, kommentierte Bürgermeister Günther Keller das Geschehen. Er attestierte den Unternehmern Zähigkeit und Hartnäckigkeit im Verfolgen der Ziele in Vils und wünscht dem Vilser Bergbräu weiterhin guten Absatz. 

Neben dem „Lechwegbier“ soll nun auch die Region Zwischentoren ihr Bier erhalten. Die Produktion eines „Zugspitzbieres“ ist außerdem im Anlaufen.

niko

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