Mehrfamilienhaus soll altes Haus ersetzen

Das ehemalige Haus der Milchverwertung Füssen darf ein Bauwerber abreißen und durch ein neues ersetzen. F: Knoll

Füssen – Das ehemalige Haus der Milchverwertung Füssen in der Von-Freyberg-Straße darf ein Bauwerber abreißen und durch eine Gebäude mit zwölf Wohnungen ersetzen. Das hat der Bauausschuss am Dienstag beschlossen. Dabei muss er aber unter anderem mehr Besucherparkplätze zur Verfügung stellen. 

Während der Bauwerber eine Tiefgarage mit Zufahrt zur Von-Freyberg-Straße plant, sind für die Besucher nur zwei Parkplätze vorgesehen, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer. Das weiche aber von der Stellplatzsatzung ab. Allerdings sei dafür noch Platz auf der Süd-West-Seite, so der Bauamtsleiter. Deshalb halte er die Planung „für noch nicht ausgereizt“. Zudem regte Angeringer an, dass das Landesamt für Denkmalpflege prüfen soll, ob beim mittleren Bau, der direkt an das historische Gebäude anschließt, Auflagen zur Fassadengestaltung notwendig sind. 

Ein anderes Problem hatte dagegen Herbert Dopfer (Füssen Land). Er fragte sich, ob die Pläne mit dem Bebauungsplan zusammenpassen, den die Stadt hier aufstellen will. Doch Angeringer entkräftete: „Ich sehe hier keinen Widerspruch.“ Weil das Gebiet nicht von der Veränderungssperre betroffen sei, seien die Pläne aufgrund des bestehenden Bebauungsplanes zulässig. Zudem appellierte Jürgen Doser (FW), dass zwar die Sperre in Ordnung sei, aber „wir dürfen nicht das ganze Gebiet blockieren, wir müssen noch handlungsfähig bleiben.“ 

Martin Lochbihler (CSU), Magnus Peresson (UBL) und Dr. Christoph Böhm (BFF) passten hingegen die Gestaltung des Hauses nicht. So meinte Lochbihler, dass Füssen bereits eine Vielzahl solcher Bauten mit ähnlicher Architektur habe. Zudem sei der „Kontrast zum Bestandsbau sehr krass“. Magnus Peresson fand hingegen das Dach verbesserungswürdig. Das sollte schräger sein, wodurch Platz für zwei weitere Wohnungen entstehen würde. Auch die schrägen Fenster gefielen ihm nicht. So segnete der Bauausschuss zwar grundsätzlich den Antrag ab, sprach sich aber für Peressons Anregungen aus und forderte außerdem die Stellplatzfrage zu klären. kk

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