Am Bauloch darf gebaut werden

Kein schöner Anblick ist das Bauloch in der Luitpoldstraße, doch das soll sich offenbar ändern. Foto: Knoll

Füssen – Seit Jahren tut sich am Bauloch in der Luitpoldstraße nichts. Doch das soll sich wohl ändern. Im Juli diskutierte der Bauausschuss bereits eine Änderung des Bauantrags. Die Stadtverwaltung sollte anschließend mit den Bauwerbern reden. Das Ergebnis präsentierte sie am Dienstag im Ausschuss.

Im Grunde sei der Bauantrag in der Luitpoldstraße schon genehmigt, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Nach den Gesprächen mit der Stadtverwaltung wolle der Bauwerber nun aber erneut die Planung ändern. Statt den zwei Läden und Stellplätzen im Erdgeschoss sollen jetzt nur noch Parkplätze ins Erdgeschoss kommen, die über die Luitpoldstraße angefahren werden können. Die Tiefgaragenzufahrt soll aber weiterhin über die Hintere Gasse erfolgen. Außerdem soll das Gebäude um 28 Zentimeter kleiner werden als ursprünglich geplant. Damit sei es deutlich niedriger als der benachbarte Bestandsbau, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer und resümierte, dass insgesamt nichts mehr gegen den Bau spreche. Auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hielt die neuen Pläne für eine „positive Veränderung, allein schon deshalb, weil die Baugrube geschlossen wird.“ 

Darüber gerieten sich jedoch Magnus Peresson (UBL) und Günther Knauss (FBB) in die Haare. Das benachbarte Haus sei zu hoch genehmigt und dann noch höher gebaut worden, so Peresson. „Das ist eine absolute Bausünde, auf die sich das neue Haus beruft.“ Das passe nicht in die Altstadt. Außerdem sei es ein Unding an der engsten Stelle in der Hinteren Gasse eine Tiefgarageneinfahrt zu bauen, das gefährde die Menschen, die dort vorbeikämen. 

„Sie bewerten alles, was in ihrem näheren Umfeld passiert negativ“, schimpfte Knauss. Er dagegen „freue sich, dass das Gesuch jetzt verwirklichungsfähig ist. Die Stellplätze haben nicht ausgereicht, jetzt weist er aber sämtliche Parkplätze nach“, so Knauss. Doch Dr. Christoph Böhm (BBF) hielt dagegen, dass die Planung in sechs Punkten der Altstadtsatzung widerspreche. 

„Ich kann nichts entdecken, was großartig ein Problem wäre“, meinte hingegen Heinz Hipp (CSU). Der Stadtrat wolle schließlich Wohnraum schaffen und hier Stellplätze nachzuweisen sei nicht ganz einfach. Außerdem frequentierten Anwohner seltener ihre Tiefgarage als Kunden eines Geschäftes, wie es beispielsweise bei H&M der Fall gewesen wäre. Auch die meisten anderen Stadträte sahen darin wohl kein großes Problem, denn bis auf Böhm und Peresson segneten sie am Ende mehrheitlich den Antrag ab. kk

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